Mittwoch, 20. März 2013

Koh Tao

Endlich im Sueden, endlich am Strand, endlich habe ich bei der Hitze die Moeglichkeit, mich abzukuehlen.... DENKSTE.
Denn erstens ist es hier nochmal deutlich heisser, und zweitens ist es hier so heiss, dass ich sogar das Meer auf Badewannentemperatur aufheizt und von Erfrischung absolut keine Rede mehr sein kann. Es ist einfach nur heiss. Und dazu dann diese Sonne. Sie brennt mit einer Intensitaet, die ich bis dato noch nie erlebt habe. Sie brennt so sehr, dass ich von vornherein beschlossen habe, nur Sonnencreme mit LSF 50 zu benutzen. Und selbst damit, hatte ich sehr schnell, sehr grosse Angst zu verbrennen und so verbrachte ich die ersten zwei Tage praktisch nur im Schatten am Strand, abgesehen von vielleicht 5-10 Minuten, in denen ich mich traute, mich zu sonnen.
Und ich frage mich nach wie vor, welcher Part meines Verhaltens falsch war, denn auf jeden Fall kam ich abends zurueck ins Hotel und hatte den Anschein, einen roten Schimmer auf meiner Haut zu sehen.
Wahnsinnig heiss, unglaubliche Sonne und doch ist es hier, wie im Paradies.
Mein eigenes, kleines, wunderschoenes Paradies. Mit weissem Sand, tuerkisem Meer und Kokospalmen soweit das Auge reicht. Es ist einfach traumhaft.

Die Zeit in Koh Tao (was uebrigens Schildkroeteninsel heisst) habe ich ehrlich gesagt hauptsaechlich mit schnorcheln, im Wasser liegen/sitzen (das Wasser ist da nicht mal ansatzweise tief) und abends mit essen und feiern verbracht. Wundervolle Strand und Poolpartys, mit viel Alkohol und tollen Feuershows, ueber die es noch einen Post geben wird, denn dort sind einige spektakulaere Dinge passiert.....

Bangkok die 2.

Wieder in "meinem" Hostel anzukommen gab mir ein Gefuehl von heimkommen, es tat so so gut....

- Tim & Laiza
- Der  Versuch auf den Skytower zu kommen
- JJ-Market
- Party in der Khao San Road
- Pad Thai
- Spaaaasssssss

Von Louang Prabang ueber Vientiane nach Bangkok

Um wieder nach Bangkok zu kommen musste ich leider 2 Nachtbusse nehmen. Es war anstrengend, es war lang, es war nicht immer sehr bequem und die erste Nacht war zu 80% schlaflos.
Mehr dazu vielleicht spaeter.
In Vientiane trennte ich mich von Lea, ein sehr trauriger Moment, in Vientiane sah ich Richard wieder, den ich dort fuer ein wenig seltsam empfand. Wir verbrachten den Tag im Nationalmuseum und mit dem Besuch eines Tempels und Abends ging es weiter mit dem Bus in Richtung Bangkok.
Und somit war ich wieder in Thailand, im Linksverkehr, alleine, mit der Hoffnung, bald sehr viele neue liebe Freunde kennen zu lernen.

Anschliessend verbrachte ich weitere zwei Naechte in Bangkok.

Louang Prabang

Zu Louang Prabang gibt es viel zu erzaehlen. Ich mache es jetzt kurz und vervollstaendige spaeter:
Louang Prabang ist ein Ort zum verweilen, ein wunderschoener Ort, mit einem wunderschoenen Nachtmarkt. Dort hab ich den schoensten Sonnenuntergang gesehen, bin in dem wunderschoensten Wasserfall in unterschiedlichen Becken geschwommen, habe wunderschoene Fotos gemacht, bin zwei der Englaendern emotional und freundschaftlich sehr nahe gekommen und es genossen, wieder sehr tiefgehende Gespraeche fuehren zu koennen, mit Menschen, die mir inzwischen sehr sehr viel bedeuten.
Louang Prabang ist ein Ort zum wohlfuehlen, ein Ort den ich liebe. Es ist der Ort, an dem ich beschlossen habe meinen lieben Freund Jack im Juli in London zu besuchen.
Und es ist der Ort, an dem ich mich dazu entschlossen habe, mich aufzumachen in den Sueden von Thailand, an dem ich mich entschlossen habe, wieder alleine zu reisen und fuer mich zu sein.

Ich liebe diesen Ort und ich werde viel dafuer tun eines wundervollen Tages wieder dorthin zurueck zu kehren.

Noch eine Nacht in Loung Nam Tha

Als wir voellig erschoepft und verschwitzt und dreckig wieder in Louang Nam Tha ankamen, wurden wir von zwei unserer Englaender in Empfang genommen. Sie berichteten uns, dass die restlichen Englaender an demselbigen Morgen auf eine 2 Tages - 1 Nacht Trekkingtour aufgebrochen waren und nur sie beide, auf Grund eines verletzten Fusses Jacks (eines der beiden) nicht mitgegangen waren und am naechsten Tag, genauso wie wir, sich auf den Weg nach Louang Prabang machen wuerden.

Nachdem Lea und ich uns geduscht hatten und uns sehr darueber freuten uns zivilisiert und nicht mehr eklig zu fuehlen, setzten wir uns zu den Jungs, genehmigten uns ein Bier und jeweils eine gesamte Packung Oreos und genossen es, in netter Gesellschaft zu sein. Anschliessend gingen wir mit den Jungs auf den Nachtmarkt, wo wir uns etwas zu Essen holten. Etwas ohne Reis. Etwas mit viel Fleisch, bei dem wir nich zugehoert hatten, wie das Tier, dessen Fleisch ich ass, getoetet wurde.
Ich holte mir 200g geroestetes Schwein, das mich ein wenig an gegrillten Schweinebauch in Deutschland erinnerte, was ich sehr sehr genoss.
Anschliessend genehmigte ich mir noch ein Bier und wir verbrachten weitere Stunden mit den Jungs, lachend, erzaehlend, diskutierend, freudig, wieder "meine Englaender" bei mir zu haben.
Bevor wir uns ins Bett begaben buchte ich fuer Lea und mich noch ein Zimmer im Hostel, fuer das die beiden Jungs sich auch Betten gebucht hatten, in der einfache Hoffnung somit nicht wieder durch die Stadt rennen zu muessen, und einfach mal ankommen zu koennen und zu geniessen.

Trekking - 3 Tage 2 Naechte

- 3 Deutsche, 1 Amerikaner, 2 Polen, 2 Niederlaender, 1 Israeli, 2 Laoten
- Bergauf, Bergab
- Schwitzen
- Anstrengung
- Auf einmal Angst um meinen noch nicht ganz verheilten Knoechel - zum Glueck ist nix passiert
- viel trinken
- stolz auf das geschafft
- ueberraschenderweise 2 Naechte in 2 unterschiedlichen Doerfern
- Dorfhochzeit
- Gluecksarmband
- Waschen komplett bekleidet im Fluss
- Kinder - viele Fotos (kommen noch)
- Wetteifer der Reisenden, wer die tollsten Sachen erlebt habe
- besoffene Dorfeinwohner, die uns zum trinken zwingen wollten
- Laolao
- Preisung der Oreokekse
- leckeres laotisches Essen
- Reis & Hueher-/ ww. Fischsuppe zum Fruehstueck
- schlafen unter Mosiktonetzen
- gefaehrliche Uebersetzung auf wackeligem Floss und Angst um unsere Kameras
- Erschoepfung
- Wasserfall
- Regen
- Kochen in Bambusrohren ueberm Lagerfeuer
- Bananenblatthuete


Das sind einige Stichworte, die mir zu meinem Trip sehr wichtig sind. Es war magisch. Wenn ich mehr Zeit habe, werde ich das alles auch noch in einen Kontext bringen!

Louang Nam Tha

Angekommen in Louang Nam Tha, nachdem wir beide uns die Zeit genommen hatten zu duschen, machten wir uns auf die Suche nach guten Angeboten zum Trekken.
Einen ersten Schock gaben uns die Preise. Die Angebote klangen wundervoll, doch jeweils 100 Euro fuer zwei Tage wandern auszugeben hatten wir beide nicht wirklich viel Lust.
Als wir endlich feststellten, dass es nur darum ging, sich einzutragen und anschliessend zu sehen, ob sich noch weiter Leute eintragen wuerden und dass damit der Preis reduziert wuerde, fiel uns ein Stein vom Herzen. Wir beschlossen jedoch, einfach bis zum Abend zu warten um zu sehen, ob wir spaeter irgendwo Angebote sehen wuerden, die schon von anderen Reisenden gebucht worden waren.
Also setzten wir uns in ein Restaurant, das scheinbar von zwei Australiern gefuehrt wurde und bei dem Pizzaabend zu sein schien und genossen jeweils eine Pizza und einen "Laocchito", was wohl ein Mocchito nur mit dem laotischen Laolao sein sollte, der jedoch leider nicht mal ansatzweise genug Zucker hatte. Damit war er zwar sehr erfrischend, jedoch nicht das leckerste, was ich in meinem Leben zu mir genommen habe...

Dann kehrten wir zurueck auf die Strasse in das Buero, an dem wir schon vorher gesehen hatten, dass sich bereits 4 Leute fuer eine 3 Tages -2 Naechte Tour eingetragen hatten und hatten Glueck, die letzten beiden Plaetze fuer diese Gruppe zu bekommen, fuer den wunderbr guenstigen Preis fuer umgerechnet etwa 52 Euro.

Total begeistert und gehypt wie ich war, fing ich sofort an meinen in Chiang Rai neu erstandenen kleinen Rucksack fuer die Tour zu packen, wir gingen Gastgeschenke fuer das Ureinwohnerdorf, in dem wir eine Nacht verbringen solten einkaufen und bereiteten uns auf den naechsten Tag vor und gingen relativ frueh ins Bett.

Von Chiang Rai bis Louang Nam tha

Meine lieben Freunde und Verwandten, wie ihr zweifellos schon selbst festgestellt habt fehlt mir hier sowohl Zeit, als auch Motivation im Moment, um viel und ausfuehrlich ueber meinen Trip zu berichten. Da ich eigentlich keine Lust auf halbherzige Eintraege habe, habe ich bisher einfach gar nicht geschrieben.
Allerdings weiss ich, wie wichtig es einigen von euch ist, trotzdem zu verfolgen, wo ich gerade bin und was ich mache, zu wissen, dass es mir gut geht und ich viel viel Spass, Erlebnisse und Freude habe.
Aus diesem Grund werde ich versuchen, weiterhin regelmaessig neue Eintraege zu posten. Bitte seid mir nicht boese, falls diese ab und an nur noch in Stichpunktform sein werden. So bleibt ihr auf dem Laufendem, so kann ich mich zu spaeteren Zeitpunkten einfach an Ereignisse erinnern und meine Blogeintraege letztendlich auch besser zu einem spaeteren Zeitpunkt verfollstaendigen.

Nun zu meiner Reise von Chiang Rai bis Louang Namtha:

Wie schon berichtet, fand ich Chiang Rai nicht wirklich toll. Umso leichter fiel mir die Entscheidung, doch weiter mit Lea in Richtung Louang Namtha zu ziehen. Eigentlich hatte ich zwar die Ueberlegung gehabt, doch noch einen Tag laenger zu bleiben und mir einen Roller zu mieten, um die Umgebung Chiang Rais zu erkunden, mit dem Gedanken, dass es ja irgendetwas besonderes und schoenes dort geben muesse und ausserdem, weil es so einfach gewesen waere, meine Englaender wieder zu treffen, jedoch regnete es am naechsten Morgen und somit war die Entscheidung beim Augenaufschlag am Morgen getroffen.
Und so packten Lea und ich unsere Taschen und machten uns auf den Weg in Richtung Busbahnhof, wo wir nach dem "Local Bus" nach Chiang Kong suchten, der Stadt, die am naechsten am Grenzuebergang zu Houay Xai, Laos lag.
Den Bus zu finden erwies sich als deutlich leichter als gedacht, wir suchten uns Plaetze und warteten darauf, dass der Bus losfuhr. Da die Baenke im Bus unglaublich schmal waren und wir uns nicht vorstellen konnten, zu zweit auf nur einer Bank die Fahrt zu ueberleben, setzten wir uns auf zwei nebeneinander liegende Baenke, quetschten unsere viel zu langen Beine davor und lachten wieder einmal darueber, wie viel zu gross wir zwei relativ grossen Frauen (mit 1,74m und 1,78m) fuer dieses Land mit den vielen kleinen Menschen doch waren.... Das Lachen verging uns jedoch schnell, als der Bus immer und immer voller wurde, und wir uns auf einmal doch zu zweit auf einer Bank wiederfanden. Jedoch zu zweit mit fremden Personen, nicht dass wir dann zusammen gesessen haetten.
Und auf Grund des viel zu kleinen Fussraumes, fingen unser beider Sitzflaechen ziemlich schnell ziemlich unangenehm zu schmerzen und einzuschlafen. Und so sehr, so sehr freuten wir uns, als endlich die ersten Menschen auf dem Weg nach Chiang Kong ausstiegen, und somit immer mehr Platz frei wurde, hofften wir doch, unsere Sitznachbarn wuerden sich selber neue, bequemere (da breitere) Plaetze suchen wuerden. Doch Fehlanzeige. Als der Bus so leer war, dass nur noch neben uns Leute sassen, und einige andere Baenke frei waren, setzte sich meine Sitznachbarin endlich von mir weg, ich seufzte erleichtert, streckte meine Beine aus und freute mich ueber das Prickelnd, dass sich in meinen Pobacken ausbreitete... Lea jedoch, die scheinbar den Ehemann meiner ehemaligen Sitznachbarin neben sich sitzen hatte, hatte nicht so viel Glueck. Denn ebendieser Mann war so erschoepft, dass er staendig an ihrer Schulter einnickte, und somit gar nicht auf die Idee kam, sich von ihr weg und zu seiner Frau zu setzen. Somit hatte sie bis zu unserer Ankunft in Chiang Kong keine Moeglichkeit, ihre Gliedmassen zu strecken oder sich auch nur einfach einmal, fuer eine Minute nur ein klein wenig bequemer zu setzen...

Angekommen in Chiang Kong nahmen wir uns ein Tucktuck zum Grenzuebergang, holten uns unsere Ausreisestempel aus Thailand, setzten uns in ein Longboat und liessen uns endlich nach Laos- Houay Xai uebersetzen.
Dort angekommen fuellten wir - nun beide zum zweiten Mal in unserer Reise nach/durch Suedostasien, den Visumsschein aus und waehrend wir auf unsere Reisepaesse mit den Visa warteten, wurde uns bewusst, dass wir gerade tatsaechlich Thailand verlassen hatten und nach Laos gereist waren. Laos.... Das Land, von dem wir beide bisher nur gutes gehoert hatten, von denen uns so viele berichtet hatten, wie wunderschoen es dort sei, ruhig, ein Ort zum verlieben, wunderschoene Natur, ein toller Platz fuer Wandertouren.
Begeisterung und Aufregung war das Ergebnis dieser Erleuchtung.

Ich hatte mir im Bus ein wenig Zeit genommen, durch meinen Lonely Planet Reisefuehrer zu schauen, da ich mich mit dem Thema Laos eigentlich nur oberflaechlich beschaeftigt hatte, hatte ich doch nicht wirklich viel darueber nachgedacht, tatsaechlich aus Thailand auszureisen, gab es doch wohl dort schon so viel zu sehen und entdecken. Klar hatte ich gewusst, dass ich zu einem bestimmten Zeitpunkt einmal wuerde ausreisen muessen, schon allein aus Visumstechnischen Gruenden, viele Gedanken hatte ich daran allerdings nicht verschwendet. Also nahm ich meinen Reisefuehrer zur Hand und versuchte herauszufinden, was sich fuer mich lohnen wuerde, welche Orte ich gerne sehen wuerde und was es zu erleben gaebe.
Das Louang Prabang auf meiner Liste staende war klar, von irgendjemandem hatte ich einmal gehoert, dass dies einer der wenigen lohnenden Orte in Laos sei. Ansonsten wusste ich allerdings absolut nichts ueber Laos.
Beim blaettern stiess ich jedoch auf ein weiteres Post-it, beim Eintrag "Louang Nam Tha" im Norden, was als guter Ort zum Trekken und Natur erleben angepriesen wurde. Alle Beschreibungen klangen wunderschoen, und so beschloss ich, vor Louang Prabang noch in den Norden zu ziehen, um dort fuer 2 oder 3 Tage mit einem Guide in die Natur aufzubrechen.
Ein wenig traurig war ich jedoch, denn ich war mir sehr sicher, dass dies nun den Abschied von Lea bedeuten wuerde, an die ich mich sehr gewoehnt und die ich sehr zu schaetzen gelernt hatte.
Als wir also in Houay Xai ankamen, berichtete ich ihr von meinem Entschluss, erzaehlte ihr von diesem Ort und - wer haette es gedacht, sie fing an, darueber nachzudenken und waehrend ich zur Bank ging um mir ein wenig laotische Kip zu holen, nahm sie sich meinen Reisefuehrer zu Rat, las sich die entsprechenden Seiten durch und als ich wieder aus der Bank kam, teilte sie mir mit, sie wuerde mich begleiten und haette grosse Lust, mit mir gemeinsam so eine Tour zu machen.
Also beschlossen wir,  uns gemeinsam was zu Essen zu holen und anschliessend nach einem Bus zu suchen, der uns optimalerweise noch am selbigen Abend nach Loung Nam Tha bringen sollte.
Um das bezahlen zu koennen, begab sich auch Lea noch zur Bank um Geld abzuheben und kam 5 Minuten spaeter mit einer geschockten Miene zu mir zurueck. "Hannah, meine Kreditkarte geht nicht. Ich konnte kein Geld bekommen, weder am Automaten noch am Schalter.", waren ihre Worte.
Oh nein! Wenn ich mir vorstelle, soetwas waere mir passiert, ich waere vermutlich in Traenen ausgebrochen.
Das ist das schlimmste, was einem Alleinreisenden passieren kann, nicht in der Lage zu sein, Geld zu bekommen. Denn was macht man alleine in der Fremde ohne Geld.
Ich ueberlegte nicht lange und bot ihr an, mir einfach wenn moeglich per Email oder Telefon ihre Bank zu kontaktieren, mir das Geld auf mein Konto zu ueberweisen und ich wuerde ihr das komplett in bar abheben und auszahlen. So muesste sie zwar ununterbrochen mit einer\ Riesenmenge an Geld rumlaufen, jedoch haette sie wenigstens genug Geld, um die restliche Zeit in Suedostasien ueber die Runden zu kommen.
Gesagt getan, nach einer halben Stunde oder vielleicht sogar laenger in einem Restaurant, ein paar Pommes, einem Sandwich und einigen Fruehlingsrollen, einigen Emails und ein wenig Erholung von diesem Schock begaben wir uns auf die Suche nach einem Reisebuero, wo wir unseren Bus buchen wollten.
Der letzte Bus war nun natuerlich leider schon komplett gebucht, und so suchten wir uns ein Zimmer fuer die Nacht und legten uns erschoepft auf die Betten und fielen bis 19 Uhr in einen erfrischenden Schlaf.
Anschliessend standen wir auf, suchten uns etwas zum Abendessen und gingen wieder ins Bett.

Am naechsten Morgen ging es dann frueh los in Richtung Louang Nam Tha. Auch wenn wir beide inzwischen das staendige Warten auf die Busse und in den Bussen gewoehnt sein sollten, ist es doch jedes Mal wieder unglaublich anstrengend und nervig.
Und leider mussten wir auch auf der Fahrt feststellen, dass die Strassen in Laos sehr kurvenreich und nicht immer perfekt ausgebaut sind.
Doch wir kamen gesund und einigermassen munter an, suchten uns schnell ein Hostel und waren einfach nur gluecklich, endlich in unserer naechsten Station angekommen zu sein, wo wir auch planten, ein wenig Zeit zu verbringen.

Dienstag, 5. März 2013

Pai

Den richtigen Anfang, oder die richtigen Worte fuer Pai zu finden, faellt mir sehr, sehr schwer.
Pai ist der Ort der Traeume, der Ort, fuer den schoensten Urlaub, mein bisheriger Lieblingsort in Sued-Ost-Asien.

Die Busfahrten sind in Thailand (eigentlich ueberall in Sued-Ost-Asien, wo ich bisher war) furchtbar. Erstens wartet man MINDESTENS eine Stunde laenger, als geplant, um tatsaechlich mal loszufahren, zweitens - und das betrifft vor allem Pai - sind die Busfahrer total verrueckt, und haben wohl eine Wette abgeschlossen, wer seinen Bus, sich selbst und die gesamten Mitfahrer als erstes in den Abgrund und den sicheren Tod befoerdern kann.
Doch wenn ich ganz ehrlich bin, bin ich sehr, sehr froh, ausgerechnet diese Busfahrt gebucht zu haben.
Denn auf dieser Busfahrt, habe ich meine neue Reisebegleiterin Lea kennengelernt (ja, ich weiss... Ausgerechnet Lea. Schon wieder eine Lea. Die werden mich wohl nie verlassen. Es scheint mein Schicksal zu sein, von Leas umgeben zu sein......) Lea ist ebenfalls Deutsche und ein unglaublich lieber, verrueckter Mensch, eine tolle Zeitgenossin, mit der ich hier sehr viel Spass habe, und mich doch teilweise ein wenig wohler fuehle und mit der es ein wenig einfacher ist, zu reisen, als ganz alleine (ausserdem deutlich billiger, da wir uns grundsaetzlich die Mieten fuer Zimmer teilen koennen.)

Die Fahrt nach Pai an sich war, wie schon erwaehnt, ziemlich furchtbar. Sehr kurvig und rasant, hat meinen Magen einige Male ins Gruebeln gebracht, ob er sich nicht doch von seinem Inhalt trennen sollte.
 Dort angekommen wurden wir von einem Bekannten Lea's zu seinem Guesthouse gefuehrt (sie hatte ihn wohl in Chiang Mai kennengelernt und er schien sehr nett zu sein, wir sahen ihn anschliessend aber nie wieder) und beschlossen, uns dort gemeinsam einen Bungalow fuer zumindest ersteinmal die erste Nacht zu teilen.
Anschliessend nahmen wir die noetigstens Sachen und begaben uns auf die Strasse, wo es von Staenden mit Essen, Kleidung und Souveniers nur so wimmelte. Unglaublich begeistert und voller Appetit hauten wir rein, probierten unterschiedlichste Dinge und waren einfach nur rundum zufrieden und gluecklich.
Dann machten wir uns auf die Suche nach einer schoenen Bar, um darauf anzustossen, uns kennengelernt zu haben, und um diesen erfolgreichen Tag angemessen ausklingen zu lassen.
Wir stiessen nach einigem Suchen auf eine etwas abgelegenes Bungalowdorf, an dem es eine suesse kleine Bar, ueber und ueber mit Neonfarben bemalt, direkt an einem Fluss gab. Dort bestellten wir uns je einen Cocktail und setzten uns mit ein paar fremden an ein Lagerfeuer, wo Gitarregespielt, gelacht und gequatscht wurde.

Am naechsten Tag liehen wir uns jeweils einen Motorroller aus, besorgten uns eine Karte der Gegend, auf der gleich die attraktivsten Orte der Gegend eingezeichnet waren und fuhren drauf los. Gott, war das aufregend. Ich bin ja vorher noch nie in meinem ganzen Leben auch nur auf so einem Ding GESESSEN.
Aber eigentlich ging das alles ziemlich schnell ziemlich einfach, den Dreh hatte ich sehr schnell raus und es konnte los gehen.
Doch halt, eigentlich kann ich den Tag so gar nicht erzaehlen, denn es war mein grosser Ungluecks-/Tollpatschtag. Aktion Nr. Eins: Ich verlor die Kontrolle ueber den Roller (nein, klingt schlimmer als es eigentlich war). Also nicht so richtig. Ich fuhr nur viiiiiiiel zu schnell um eine Linkskurve (Nicht vergessen Leute, hier herrscht Linksverkehr!!!), und da ich noch nicht so gut war, die richtige Geschwindigkeit zu finden, verkrampfte ich meinen Griff um den Lenker, anstatt zu bremsen und wurde natuerlich nur noch viel, viel schneller. Somit landete ich auf der Rechten Spur (ups), wo zum Glueck grade absolut nichts los war (ufff) und riss nur einen Pfosten, der auf der Mitte der Fahrbahn zur Fahrbahntrennung stand um (es war nur so ein riesiges, oragenes Verkehrshuetchen, also nichts passiert)...
Anschliessend lies ich beim Fruehstueck, beim oeffnen meiner Kuchenpackung fast den Kuchen in den Staub fallen......
Dann ging die Tour so richtig los, wir fuhren erst einmal in Richtung Cannyon, denn in Pai ist es nachtsueber richtig kalt, so um die 15 Grad vielleicht, schaetze ich mal so, und deswegen war uns morgens nicht gleich nach Wasserfall mit baden zu Mute.
Der Cannyon war wunderschoen, riesengross, beeindruckend, toll, sehr vertrocknet. Ich werde auch noch Bilder nachtraeglich hochladen, nur leider leider kann ich auf diesem PC meine SD Karten nicht lesen....
Wir kletterten ein wenig herum, sauten unsere Klamotten ziemlich im roten Staub der Erde ein, und fingen ordentlich an zu schwitzen.
Station 2 waren heisse Quellen, die allerdings ziemlich klein und nicht so sonderlich beeindruckend waren, jedoch anscheinend heiss genug, als dass jemand gerade dabei war, Eier darin zu kochen.
Weiter ging es zum ersten Wasserfall. Nachdem wir ca 5km ueber holprige Feldwege gefahren waren, mussten wir zu Fuss weiter, und wanderten an einem Fluss entlang immer weiter in den Dschungel. Wir waren von einer wunderbaren Ruhe umgeben, niemand war weit und breit zu sehen, und alles was wir hoerten waren der Fluss (vllt war es doch eher ein Bach) und die Voegel aussenrum, vielleicht ab und an noch einmal das Rascheln der Insekten im Laub.
Es war wundervoll. So etwas schoenes habe ich mein Leben lang noch nicht gesehen. Das bekamen auch leider mein Kopf und meine Schuhe ziemlich schnell zu spueren. Denn aus Unachtsamkeit rutschte ich erst beim Ueberqueren des Flusses aus, und weichte sowohl Schuhe als auch Socken komplett durch, als auch rannte ich gegen einen Ast....
So wanderten wir durch den Dschungel und genossen die Ruhe, die Schoenheit und Wildheit dieser Landschaft, bis war vor uns sahen, dass ein Bereich des Bodens des Waldes brannte. (Das scheinen die Bauern hier zu tun, um vor der Regenzeit den Boden fruchtbarer zu machen. Haben wir am Abend vorher erfragt). Da das Feuer bis zum Rand des Weges reichte, trauten wir uns hier leider nicht weiter, und drehten um. Somit verpassten wir diesen Wasserfall wohl leider. Schade. Nur zu hoffen, dass er nicht allzu sehenswert war. Jedoch war es trotzdem eine unbezahlbar schoene Erfahrung.
Weiter ging es, ueber Felder, durch kleine Doerfer und an Elefantenfarmen vorbei. Ganz fasziniert blieben wir an der ersten stehen, sahen uns die Elefanten aus einiger Entfernung an, und sahen zu, wie sie von Kunden gefuettert wurden, diese wundervollen, grossen Tiere.Doch schnell stellten wir fest, dass sich eine Farm an die naechste reihte, und so fuhren wir irgendwann laechelnd, mal nach links und rechts blickend, jedoch nicht mehr sonderlich begeistert daran vorbei.
Nach einem kurzen Zwischenstop in unserem Hotel ging es weiter, auf der Suche nach dem naechsten Wasserfall.
Allein die Fahrt lohnte sich jedes Mal, man sieht in diesem Land so viele schoene Dinge. Abgesehen davon brauche ich gar nicht davon sprechen, dass ich unglaublich Gefallen an meinem tollen Gefaehrt gefunden habe. Wie wundervoll es doch ist, auf zwei Raedern durch die Landschaft zu fahren und den Staub und den Fahrtwind auf der Haut zu spueren.
Angekommen am Wasserfall beschloss ich, es zu wagen im kalten Nass schwimmen zu gehen. Also suchten wir uns ein Fleckchen (und selbstverstaendlich rutsche ich schon dabei aus und landete auf der Schnauze), an dem wir uns niederlassen konnten, Lea nahm ihre Kamera und fing an zu fotografieren und ich lies mich mutig ins Wasser runter. Es war bitterbitterkalt.
Also ging ich schnell wieder an Land und hoffte darauf, schnell wieder zu trocknen. Als dann zwei -scheinbar einheimige Jugendliche anfingen, von weiter oben am Wasserfall ins Wasserbecken zu springen, wollten wir schnell unseren Platz wechseln, aus Angst, unsere Ausruestung koennte nass werden. Also nahmen wir unsere sieben Sachen und wollten weiter ziehen. Und natuerlich, wie konnte es auch anders passieren, rutschte ich auch dabei wieder aus, doch diesmal so ungeschickt, dass ich, ohne Halt zu finden, einige Meter in die tiefe rutschte. Ich bekam riesengrosse Panik und dachte, ich wuerde jetzt ohne jegliche Hoffnung den gesamten Wasserfall runterrutschen, und mir mindestens beide Beine brechen, mit all meinem Zeug in der Hand, der Kamera, dem Schluessel fuer den Roller... Ich glaube, so eine Angst hatte ich schon lange nicht mehr, wenn ueberhaupt jemals.
Doch irgendwie schaffte ich es, mich beim Fallen mit dem Fuss irgendwo zwischen Wasserfall und Wand so abzustuetzen, dass ich nicht weiterfiel, und schaffte es, wieder hinaufzuklettern.
Ich weiss immer noch nicht, wie ich es geschafft habe, diesen Tag ohne Verletzungen und blaue Flecken zu ueberstehen. Aber fest steht: Ich habe es geschafft.
Wir fuhren noch zu einem weiteren Wasserfall, der auch sehr schoen war. Anscheinend hat das Gebiet, auf dem der Wasserfall war, urspruenglich einem Farmer gehoert, der eines Morgens erwachte und feststellen musste,dass sich nun auf einmal eine Schlucht samt Bach und Wasserfaellen durch sein Land zog und er dieses Gebiet nun nichtmehr nutzen konnte (so zumindest wurde auf einem Brief einer Amerikanerin beschrieben, die diesen als "Werbung" fuer diesen Wasserfall an einen Baum direkt an dessen Eingang gehaengt hatte.)
Als wir abends dann ueber den Markt schlenderten, um zu essen und vielleicht einige Dinge zu kaufen, trafen wir auch "meine" Englaender wieder. Sie waren wohl kurz vorher nun doch auch in Pai angekommen, und somit waren wir sozusagen wieder vereint.
Jedoch hatte ich nicht wirklich viel Lust, wieder das Gefuehl zu haben, mich an irgendwelche Menschen dranhaengen zu muessen und da ich auch nicht so genau wusste, ob Lea wirklich Lust gehabt haette, bei den Jungs zu bleiben, beschlossen wir erst einmal wieder zu zweit weiter zu ziehen. Leichter gesagt als getan, so klein wie Pai ist, blieben sie uns immer ungewollt auf den Fersen und wir sahen sie alle 2 Minuten wieder.
Auf dem Markt kauften wir uns dann Papierlampions, da wir solche an den Tagen vorher immer wieder hatten steigen sehen und es einfach wunderschoen fanden. Mit denen zwischen unseren Beinen, fuhren wir mit unseren Rollern zurueck zum Cannyon, von wo aus wir sie steigen lassen wollten.Dort wurden wir von zwei Streunern begruesst. Oh weh. Noch dazu, wo ich solch einen Respekt vor diesen Hunden hier habe.
Mit unseren Rollern immer um die Hunde kreisend, ueberlegten wir, ob wir es tatsaechlich wagen sollten, anzuhalten, abzusteigen und in den Cannyon hinaufzusteigen. Denn mal ganz ehrlich, irgendwie beaengstigend war das schon... Kein Mensch weit und breit. Wenn sie gewollt haetten, haetten die beiden Biester uns sicherlich uebel herrichten koennen.
Letztendlich beschlossen wir, doch anzuhalten und es zu wagen, uns den Hunden zu stellen.
Diese schienen sich zwar sehr darueber zu freuen, liessen uns allerdings trotzdem in Ruhe unsere Lampions steigen, ohne uns zu Nahe zu kommen.
Dann fuhren wir wieder zurueck nach Pai, wo wir uns einen Cocktail genehmigten und ich fuer den naechsten Tag Elefantenreiten buchte.
Am naechsten Morgen stellte ich mir also einen Wecker und ging um kurz vor neun los, um vor der Agentur abgeholt zu werden, bei der ich gebucht hatte und wurde zu den Elefanten gefahren.
Ehrlich gesagt war es sehr sehr beeindruckend, vor diesen grossen Tieren zu stehen. Direkt neben ihrem Kopf, wissend, dass ein falscher Schritt ihrerseits meinen gesamten Fuss in Schutt und Asche legen koennte.
Das Reiten an sich war nicht so spektakulaer. Natuerlich war es den ersten Moment ziemlich spannend, auf einer duennen Decke auf dem Ruecken eines Elefanten zu sitzen, seine Borsten durch die eigene Hose stechen zu fuehlen und die bedaechtigen, ruhigen Bewegungen unter sich zu spueren.
Aber wirklich: wenn ich die Wahl haette, ich wuerde bei Pferden bleiben... Das macht deutlich mehr Spass, geht schneller und man kann so viel mehr alleine machen.
Jedoch hatte ich ja nicht einfach nur Elefantenreiten gebucht, sondern auch Baden mit dem Elefanten. Als wir endlich zum Fluss kamen, war ich schon sehr aufgeregt. Denn ich hatte absolut keine Ahnung, was ich zu erwarten hatte und so ein grosses Tier kann einem schon sehr sehr weh tun, vermute ich.
Der Elefantenreiter/-fuehrer oder wie man ihn auch immer nennen mag rutschte einfach den Ruessel des Elefanten runtern. Dann wurden alle Wertsachen, Sonnenbrille und die Decke, die zwischen dem Ruecken des Elefanten und mir gewesen war, am Flussufer abgelegt und er stieg ueber den Ruessel des Elefanten wieder auf dessen Kopf und lies ihn die Fluten des Wassers steigen.
Ok, eigentlich war es dort absolut nicht tief, ich denke ich stand maximal bis zur Huefte im Wasser.
Dann legte sich der Elefant hin und mir wurde befohlen, mich auf den Kopf des Tieres zu begeben. Also setzte ich mich dort hin und der Elefantenreiter sagte einen Befehl. Auf einmal warf der Elefant den Kopf wie wild von Links nach Rechts, von oben nach unten und ich wurde ins Wasser befoerdert. Festhalten gabs nicht, klappte einfach nicht. Unheimlich lustig, ich konnte kaum aufhoeren zu lachen.
Anschliessend musste ich wieder auf den Elefanten klettern und das Spiel begann von vorne, auf immer neue Arten, mit den unterschiedlichsten Positionen, mal aus dem Stehen, mal aus dem Sitzen.
Das absolute Highlight war, als ich mich vor den Ruessel des Tieres stellen sollte und er seinen Ruessel um mein Bein schlung, mich in die Luft hob, und einfach ins Wasser fallen lies.
Wunderbar, diese Erinnerung wuerde ich gegen nichts in der Welt wieder hergeben. Ich bin total, begeistert und empfehle nur jedem, der einmal nach Pai kommt, das auf jeden Fall auszuprobieren. Auch wenn ich haufenweis blaue Flecken davongetragen habe und eine riesengrosse Blutblase am rechten grossen Zeh (fragt mich nicht, wie ich das geschafft habe)....

Nachdem ich wieder in Pai angekommen war - natuerlich pitschnass  - traf ich die Jungs in der Stadt, ging mit ihnen ein spaetes Fruehstueck einnehmen und anschliessend ging ich mit ihnen zu ihrem Hotel, wo wir den Nachmittag entspannt am Pool verbrachten, quatschten, chillten und einfach die Ruhe, das Wetter und unseren Urlaub genossen. Diesen wundervollen Tag beschlossen Lea und ich mit einer Massage, die einfach nur unbeschreiblich schoen und angenehm war.

Am naechsten Tag um 5 Uhr frueh nahmen wir den Bus nach Chiang Rai. Die Busfahrt war unglaublich unbeschreiblich und einfach nur furchtbar. Doch wir haben sie ueberlebt und ehrlich gesagt war das in Chiang Rai dann wieder ziemlich schnell vergessen. Denn Chiang Rai war das naechste "Aergernis". Ok, das klingt wirklich boese, aber es hat mir absolut nicht gefallen. Keinen grossartigen Bericht wert.

Dann reisten wir von Chiang Rai nach Luang Namtha in Laos. Hier bin ich nun, und morgen geht es los auf eine 3 Tages, 2 Naechte Trekkingtour durch den Dschungel und in ein Dorf von einem Ureinwohnerstamm.... Danach werde ich auf jeden Fall versuchen mehr zu schreiben!
Passt auf euch auf, bis dahin, eure Hannah)