Pai ist der Ort der Traeume, der Ort, fuer den schoensten Urlaub, mein bisheriger Lieblingsort in Sued-Ost-Asien.
Die Busfahrten sind in Thailand (eigentlich ueberall in Sued-Ost-Asien, wo ich bisher war) furchtbar. Erstens wartet man MINDESTENS eine Stunde laenger, als geplant, um tatsaechlich mal loszufahren, zweitens - und das betrifft vor allem Pai - sind die Busfahrer total verrueckt, und haben wohl eine Wette abgeschlossen, wer seinen Bus, sich selbst und die gesamten Mitfahrer als erstes in den Abgrund und den sicheren Tod befoerdern kann.
Doch wenn ich ganz ehrlich bin, bin ich sehr, sehr froh, ausgerechnet diese Busfahrt gebucht zu haben.
Denn auf dieser Busfahrt, habe ich meine neue Reisebegleiterin Lea kennengelernt (ja, ich weiss... Ausgerechnet Lea. Schon wieder eine Lea. Die werden mich wohl nie verlassen. Es scheint mein Schicksal zu sein, von Leas umgeben zu sein......) Lea ist ebenfalls Deutsche und ein unglaublich lieber, verrueckter Mensch, eine tolle Zeitgenossin, mit der ich hier sehr viel Spass habe, und mich doch teilweise ein wenig wohler fuehle und mit der es ein wenig einfacher ist, zu reisen, als ganz alleine (ausserdem deutlich billiger, da wir uns grundsaetzlich die Mieten fuer Zimmer teilen koennen.)
Die Fahrt nach Pai an sich war, wie schon erwaehnt, ziemlich furchtbar. Sehr kurvig und rasant, hat meinen Magen einige Male ins Gruebeln gebracht, ob er sich nicht doch von seinem Inhalt trennen sollte.
Dort angekommen wurden wir von einem Bekannten Lea's zu seinem Guesthouse gefuehrt (sie hatte ihn wohl in Chiang Mai kennengelernt und er schien sehr nett zu sein, wir sahen ihn anschliessend aber nie wieder) und beschlossen, uns dort gemeinsam einen Bungalow fuer zumindest ersteinmal die erste Nacht zu teilen.
Anschliessend nahmen wir die noetigstens Sachen und begaben uns auf die Strasse, wo es von Staenden mit Essen, Kleidung und Souveniers nur so wimmelte. Unglaublich begeistert und voller Appetit hauten wir rein, probierten unterschiedlichste Dinge und waren einfach nur rundum zufrieden und gluecklich.
Dann machten wir uns auf die Suche nach einer schoenen Bar, um darauf anzustossen, uns kennengelernt zu haben, und um diesen erfolgreichen Tag angemessen ausklingen zu lassen.
Wir stiessen nach einigem Suchen auf eine etwas abgelegenes Bungalowdorf, an dem es eine suesse kleine Bar, ueber und ueber mit Neonfarben bemalt, direkt an einem Fluss gab. Dort bestellten wir uns je einen Cocktail und setzten uns mit ein paar fremden an ein Lagerfeuer, wo Gitarregespielt, gelacht und gequatscht wurde.
Am naechsten Tag liehen wir uns jeweils einen Motorroller aus, besorgten uns eine Karte der Gegend, auf der gleich die attraktivsten Orte der Gegend eingezeichnet waren und fuhren drauf los. Gott, war das aufregend. Ich bin ja vorher noch nie in meinem ganzen Leben auch nur auf so einem Ding GESESSEN.
Aber eigentlich ging das alles ziemlich schnell ziemlich einfach, den Dreh hatte ich sehr schnell raus und es konnte los gehen.
Doch halt, eigentlich kann ich den Tag so gar nicht erzaehlen, denn es war mein grosser Ungluecks-/Tollpatschtag. Aktion Nr. Eins: Ich verlor die Kontrolle ueber den Roller (nein, klingt schlimmer als es eigentlich war). Also nicht so richtig. Ich fuhr nur viiiiiiiel zu schnell um eine Linkskurve (Nicht vergessen Leute, hier herrscht Linksverkehr!!!), und da ich noch nicht so gut war, die richtige Geschwindigkeit zu finden, verkrampfte ich meinen Griff um den Lenker, anstatt zu bremsen und wurde natuerlich nur noch viel, viel schneller. Somit landete ich auf der Rechten Spur (ups), wo zum Glueck grade absolut nichts los war (ufff) und riss nur einen Pfosten, der auf der Mitte der Fahrbahn zur Fahrbahntrennung stand um (es war nur so ein riesiges, oragenes Verkehrshuetchen, also nichts passiert)...
Anschliessend lies ich beim Fruehstueck, beim oeffnen meiner Kuchenpackung fast den Kuchen in den Staub fallen......
Dann ging die Tour so richtig los, wir fuhren erst einmal in Richtung Cannyon, denn in Pai ist es nachtsueber richtig kalt, so um die 15 Grad vielleicht, schaetze ich mal so, und deswegen war uns morgens nicht gleich nach Wasserfall mit baden zu Mute.
Der Cannyon war wunderschoen, riesengross, beeindruckend, toll, sehr vertrocknet. Ich werde auch noch Bilder nachtraeglich hochladen, nur leider leider kann ich auf diesem PC meine SD Karten nicht lesen....
Wir kletterten ein wenig herum, sauten unsere Klamotten ziemlich im roten Staub der Erde ein, und fingen ordentlich an zu schwitzen.
Station 2 waren heisse Quellen, die allerdings ziemlich klein und nicht so sonderlich beeindruckend waren, jedoch anscheinend heiss genug, als dass jemand gerade dabei war, Eier darin zu kochen.
Weiter ging es zum ersten Wasserfall. Nachdem wir ca 5km ueber holprige Feldwege gefahren waren, mussten wir zu Fuss weiter, und wanderten an einem Fluss entlang immer weiter in den Dschungel. Wir waren von einer wunderbaren Ruhe umgeben, niemand war weit und breit zu sehen, und alles was wir hoerten waren der Fluss (vllt war es doch eher ein Bach) und die Voegel aussenrum, vielleicht ab und an noch einmal das Rascheln der Insekten im Laub.
Es war wundervoll. So etwas schoenes habe ich mein Leben lang noch nicht gesehen. Das bekamen auch leider mein Kopf und meine Schuhe ziemlich schnell zu spueren. Denn aus Unachtsamkeit rutschte ich erst beim Ueberqueren des Flusses aus, und weichte sowohl Schuhe als auch Socken komplett durch, als auch rannte ich gegen einen Ast....
So wanderten wir durch den Dschungel und genossen die Ruhe, die Schoenheit und Wildheit dieser Landschaft, bis war vor uns sahen, dass ein Bereich des Bodens des Waldes brannte. (Das scheinen die Bauern hier zu tun, um vor der Regenzeit den Boden fruchtbarer zu machen. Haben wir am Abend vorher erfragt). Da das Feuer bis zum Rand des Weges reichte, trauten wir uns hier leider nicht weiter, und drehten um. Somit verpassten wir diesen Wasserfall wohl leider. Schade. Nur zu hoffen, dass er nicht allzu sehenswert war. Jedoch war es trotzdem eine unbezahlbar schoene Erfahrung.
Weiter ging es, ueber Felder, durch kleine Doerfer und an Elefantenfarmen vorbei. Ganz fasziniert blieben wir an der ersten stehen, sahen uns die Elefanten aus einiger Entfernung an, und sahen zu, wie sie von Kunden gefuettert wurden, diese wundervollen, grossen Tiere.Doch schnell stellten wir fest, dass sich eine Farm an die naechste reihte, und so fuhren wir irgendwann laechelnd, mal nach links und rechts blickend, jedoch nicht mehr sonderlich begeistert daran vorbei.
Nach einem kurzen Zwischenstop in unserem Hotel ging es weiter, auf der Suche nach dem naechsten Wasserfall.
Allein die Fahrt lohnte sich jedes Mal, man sieht in diesem Land so viele schoene Dinge. Abgesehen davon brauche ich gar nicht davon sprechen, dass ich unglaublich Gefallen an meinem tollen Gefaehrt gefunden habe. Wie wundervoll es doch ist, auf zwei Raedern durch die Landschaft zu fahren und den Staub und den Fahrtwind auf der Haut zu spueren.
Angekommen am Wasserfall beschloss ich, es zu wagen im kalten Nass schwimmen zu gehen. Also suchten wir uns ein Fleckchen (und selbstverstaendlich rutsche ich schon dabei aus und landete auf der Schnauze), an dem wir uns niederlassen konnten, Lea nahm ihre Kamera und fing an zu fotografieren und ich lies mich mutig ins Wasser runter. Es war bitterbitterkalt.
Also ging ich schnell wieder an Land und hoffte darauf, schnell wieder zu trocknen. Als dann zwei -scheinbar einheimige Jugendliche anfingen, von weiter oben am Wasserfall ins Wasserbecken zu springen, wollten wir schnell unseren Platz wechseln, aus Angst, unsere Ausruestung koennte nass werden. Also nahmen wir unsere sieben Sachen und wollten weiter ziehen. Und natuerlich, wie konnte es auch anders passieren, rutschte ich auch dabei wieder aus, doch diesmal so ungeschickt, dass ich, ohne Halt zu finden, einige Meter in die tiefe rutschte. Ich bekam riesengrosse Panik und dachte, ich wuerde jetzt ohne jegliche Hoffnung den gesamten Wasserfall runterrutschen, und mir mindestens beide Beine brechen, mit all meinem Zeug in der Hand, der Kamera, dem Schluessel fuer den Roller... Ich glaube, so eine Angst hatte ich schon lange nicht mehr, wenn ueberhaupt jemals.
Doch irgendwie schaffte ich es, mich beim Fallen mit dem Fuss irgendwo zwischen Wasserfall und Wand so abzustuetzen, dass ich nicht weiterfiel, und schaffte es, wieder hinaufzuklettern.
Ich weiss immer noch nicht, wie ich es geschafft habe, diesen Tag ohne Verletzungen und blaue Flecken zu ueberstehen. Aber fest steht: Ich habe es geschafft.
Wir fuhren noch zu einem weiteren Wasserfall, der auch sehr schoen war. Anscheinend hat das Gebiet, auf dem der Wasserfall war, urspruenglich einem Farmer gehoert, der eines Morgens erwachte und feststellen musste,dass sich nun auf einmal eine Schlucht samt Bach und Wasserfaellen durch sein Land zog und er dieses Gebiet nun nichtmehr nutzen konnte (so zumindest wurde auf einem Brief einer Amerikanerin beschrieben, die diesen als "Werbung" fuer diesen Wasserfall an einen Baum direkt an dessen Eingang gehaengt hatte.)
Als wir abends dann ueber den Markt schlenderten, um zu essen und vielleicht einige Dinge zu kaufen, trafen wir auch "meine" Englaender wieder. Sie waren wohl kurz vorher nun doch auch in Pai angekommen, und somit waren wir sozusagen wieder vereint.
Jedoch hatte ich nicht wirklich viel Lust, wieder das Gefuehl zu haben, mich an irgendwelche Menschen dranhaengen zu muessen und da ich auch nicht so genau wusste, ob Lea wirklich Lust gehabt haette, bei den Jungs zu bleiben, beschlossen wir erst einmal wieder zu zweit weiter zu ziehen. Leichter gesagt als getan, so klein wie Pai ist, blieben sie uns immer ungewollt auf den Fersen und wir sahen sie alle 2 Minuten wieder.
Auf dem Markt kauften wir uns dann Papierlampions, da wir solche an den Tagen vorher immer wieder hatten steigen sehen und es einfach wunderschoen fanden. Mit denen zwischen unseren Beinen, fuhren wir mit unseren Rollern zurueck zum Cannyon, von wo aus wir sie steigen lassen wollten.Dort wurden wir von zwei Streunern begruesst. Oh weh. Noch dazu, wo ich solch einen Respekt vor diesen Hunden hier habe.
Mit unseren Rollern immer um die Hunde kreisend, ueberlegten wir, ob wir es tatsaechlich wagen sollten, anzuhalten, abzusteigen und in den Cannyon hinaufzusteigen. Denn mal ganz ehrlich, irgendwie beaengstigend war das schon... Kein Mensch weit und breit. Wenn sie gewollt haetten, haetten die beiden Biester uns sicherlich uebel herrichten koennen.
Letztendlich beschlossen wir, doch anzuhalten und es zu wagen, uns den Hunden zu stellen.
Diese schienen sich zwar sehr darueber zu freuen, liessen uns allerdings trotzdem in Ruhe unsere Lampions steigen, ohne uns zu Nahe zu kommen.
Dann fuhren wir wieder zurueck nach Pai, wo wir uns einen Cocktail genehmigten und ich fuer den naechsten Tag Elefantenreiten buchte.
Am naechsten Morgen stellte ich mir also einen Wecker und ging um kurz vor neun los, um vor der Agentur abgeholt zu werden, bei der ich gebucht hatte und wurde zu den Elefanten gefahren.
Ehrlich gesagt war es sehr sehr beeindruckend, vor diesen grossen Tieren zu stehen. Direkt neben ihrem Kopf, wissend, dass ein falscher Schritt ihrerseits meinen gesamten Fuss in Schutt und Asche legen koennte.
Das Reiten an sich war nicht so spektakulaer. Natuerlich war es den ersten Moment ziemlich spannend, auf einer duennen Decke auf dem Ruecken eines Elefanten zu sitzen, seine Borsten durch die eigene Hose stechen zu fuehlen und die bedaechtigen, ruhigen Bewegungen unter sich zu spueren.
Aber wirklich: wenn ich die Wahl haette, ich wuerde bei Pferden bleiben... Das macht deutlich mehr Spass, geht schneller und man kann so viel mehr alleine machen.
Jedoch hatte ich ja nicht einfach nur Elefantenreiten gebucht, sondern auch Baden mit dem Elefanten. Als wir endlich zum Fluss kamen, war ich schon sehr aufgeregt. Denn ich hatte absolut keine Ahnung, was ich zu erwarten hatte und so ein grosses Tier kann einem schon sehr sehr weh tun, vermute ich.
Der Elefantenreiter/-fuehrer oder wie man ihn auch immer nennen mag rutschte einfach den Ruessel des Elefanten runtern. Dann wurden alle Wertsachen, Sonnenbrille und die Decke, die zwischen dem Ruecken des Elefanten und mir gewesen war, am Flussufer abgelegt und er stieg ueber den Ruessel des Elefanten wieder auf dessen Kopf und lies ihn die Fluten des Wassers steigen.
Ok, eigentlich war es dort absolut nicht tief, ich denke ich stand maximal bis zur Huefte im Wasser.
Dann legte sich der Elefant hin und mir wurde befohlen, mich auf den Kopf des Tieres zu begeben. Also setzte ich mich dort hin und der Elefantenreiter sagte einen Befehl. Auf einmal warf der Elefant den Kopf wie wild von Links nach Rechts, von oben nach unten und ich wurde ins Wasser befoerdert. Festhalten gabs nicht, klappte einfach nicht. Unheimlich lustig, ich konnte kaum aufhoeren zu lachen.
Anschliessend musste ich wieder auf den Elefanten klettern und das Spiel begann von vorne, auf immer neue Arten, mit den unterschiedlichsten Positionen, mal aus dem Stehen, mal aus dem Sitzen.
Das absolute Highlight war, als ich mich vor den Ruessel des Tieres stellen sollte und er seinen Ruessel um mein Bein schlung, mich in die Luft hob, und einfach ins Wasser fallen lies.
Wunderbar, diese Erinnerung wuerde ich gegen nichts in der Welt wieder hergeben. Ich bin total, begeistert und empfehle nur jedem, der einmal nach Pai kommt, das auf jeden Fall auszuprobieren. Auch wenn ich haufenweis blaue Flecken davongetragen habe und eine riesengrosse Blutblase am rechten grossen Zeh (fragt mich nicht, wie ich das geschafft habe)....
Nachdem ich wieder in Pai angekommen war - natuerlich pitschnass - traf ich die Jungs in der Stadt, ging mit ihnen ein spaetes Fruehstueck einnehmen und anschliessend ging ich mit ihnen zu ihrem Hotel, wo wir den Nachmittag entspannt am Pool verbrachten, quatschten, chillten und einfach die Ruhe, das Wetter und unseren Urlaub genossen. Diesen wundervollen Tag beschlossen Lea und ich mit einer Massage, die einfach nur unbeschreiblich schoen und angenehm war.
Am naechsten Tag um 5 Uhr frueh nahmen wir den Bus nach Chiang Rai. Die Busfahrt war unglaublich unbeschreiblich und einfach nur furchtbar. Doch wir haben sie ueberlebt und ehrlich gesagt war das in Chiang Rai dann wieder ziemlich schnell vergessen. Denn Chiang Rai war das naechste "Aergernis". Ok, das klingt wirklich boese, aber es hat mir absolut nicht gefallen. Keinen grossartigen Bericht wert.
Dann reisten wir von Chiang Rai nach Luang Namtha in Laos. Hier bin ich nun, und morgen geht es los auf eine 3 Tages, 2 Naechte Trekkingtour durch den Dschungel und in ein Dorf von einem Ureinwohnerstamm.... Danach werde ich auf jeden Fall versuchen mehr zu schreiben!
Passt auf euch auf, bis dahin, eure Hannah)
Als wir abends dann ueber den Markt schlenderten, um zu essen und vielleicht einige Dinge zu kaufen, trafen wir auch "meine" Englaender wieder. Sie waren wohl kurz vorher nun doch auch in Pai angekommen, und somit waren wir sozusagen wieder vereint.
Jedoch hatte ich nicht wirklich viel Lust, wieder das Gefuehl zu haben, mich an irgendwelche Menschen dranhaengen zu muessen und da ich auch nicht so genau wusste, ob Lea wirklich Lust gehabt haette, bei den Jungs zu bleiben, beschlossen wir erst einmal wieder zu zweit weiter zu ziehen. Leichter gesagt als getan, so klein wie Pai ist, blieben sie uns immer ungewollt auf den Fersen und wir sahen sie alle 2 Minuten wieder.
Auf dem Markt kauften wir uns dann Papierlampions, da wir solche an den Tagen vorher immer wieder hatten steigen sehen und es einfach wunderschoen fanden. Mit denen zwischen unseren Beinen, fuhren wir mit unseren Rollern zurueck zum Cannyon, von wo aus wir sie steigen lassen wollten.Dort wurden wir von zwei Streunern begruesst. Oh weh. Noch dazu, wo ich solch einen Respekt vor diesen Hunden hier habe.
Mit unseren Rollern immer um die Hunde kreisend, ueberlegten wir, ob wir es tatsaechlich wagen sollten, anzuhalten, abzusteigen und in den Cannyon hinaufzusteigen. Denn mal ganz ehrlich, irgendwie beaengstigend war das schon... Kein Mensch weit und breit. Wenn sie gewollt haetten, haetten die beiden Biester uns sicherlich uebel herrichten koennen.
Letztendlich beschlossen wir, doch anzuhalten und es zu wagen, uns den Hunden zu stellen.
Diese schienen sich zwar sehr darueber zu freuen, liessen uns allerdings trotzdem in Ruhe unsere Lampions steigen, ohne uns zu Nahe zu kommen.
Dann fuhren wir wieder zurueck nach Pai, wo wir uns einen Cocktail genehmigten und ich fuer den naechsten Tag Elefantenreiten buchte.
Am naechsten Morgen stellte ich mir also einen Wecker und ging um kurz vor neun los, um vor der Agentur abgeholt zu werden, bei der ich gebucht hatte und wurde zu den Elefanten gefahren.
Ehrlich gesagt war es sehr sehr beeindruckend, vor diesen grossen Tieren zu stehen. Direkt neben ihrem Kopf, wissend, dass ein falscher Schritt ihrerseits meinen gesamten Fuss in Schutt und Asche legen koennte.
Das Reiten an sich war nicht so spektakulaer. Natuerlich war es den ersten Moment ziemlich spannend, auf einer duennen Decke auf dem Ruecken eines Elefanten zu sitzen, seine Borsten durch die eigene Hose stechen zu fuehlen und die bedaechtigen, ruhigen Bewegungen unter sich zu spueren.
Aber wirklich: wenn ich die Wahl haette, ich wuerde bei Pferden bleiben... Das macht deutlich mehr Spass, geht schneller und man kann so viel mehr alleine machen.
Jedoch hatte ich ja nicht einfach nur Elefantenreiten gebucht, sondern auch Baden mit dem Elefanten. Als wir endlich zum Fluss kamen, war ich schon sehr aufgeregt. Denn ich hatte absolut keine Ahnung, was ich zu erwarten hatte und so ein grosses Tier kann einem schon sehr sehr weh tun, vermute ich.
Der Elefantenreiter/-fuehrer oder wie man ihn auch immer nennen mag rutschte einfach den Ruessel des Elefanten runtern. Dann wurden alle Wertsachen, Sonnenbrille und die Decke, die zwischen dem Ruecken des Elefanten und mir gewesen war, am Flussufer abgelegt und er stieg ueber den Ruessel des Elefanten wieder auf dessen Kopf und lies ihn die Fluten des Wassers steigen.
Ok, eigentlich war es dort absolut nicht tief, ich denke ich stand maximal bis zur Huefte im Wasser.
Dann legte sich der Elefant hin und mir wurde befohlen, mich auf den Kopf des Tieres zu begeben. Also setzte ich mich dort hin und der Elefantenreiter sagte einen Befehl. Auf einmal warf der Elefant den Kopf wie wild von Links nach Rechts, von oben nach unten und ich wurde ins Wasser befoerdert. Festhalten gabs nicht, klappte einfach nicht. Unheimlich lustig, ich konnte kaum aufhoeren zu lachen.
Anschliessend musste ich wieder auf den Elefanten klettern und das Spiel begann von vorne, auf immer neue Arten, mit den unterschiedlichsten Positionen, mal aus dem Stehen, mal aus dem Sitzen.
Das absolute Highlight war, als ich mich vor den Ruessel des Tieres stellen sollte und er seinen Ruessel um mein Bein schlung, mich in die Luft hob, und einfach ins Wasser fallen lies.
Wunderbar, diese Erinnerung wuerde ich gegen nichts in der Welt wieder hergeben. Ich bin total, begeistert und empfehle nur jedem, der einmal nach Pai kommt, das auf jeden Fall auszuprobieren. Auch wenn ich haufenweis blaue Flecken davongetragen habe und eine riesengrosse Blutblase am rechten grossen Zeh (fragt mich nicht, wie ich das geschafft habe)....
Nachdem ich wieder in Pai angekommen war - natuerlich pitschnass - traf ich die Jungs in der Stadt, ging mit ihnen ein spaetes Fruehstueck einnehmen und anschliessend ging ich mit ihnen zu ihrem Hotel, wo wir den Nachmittag entspannt am Pool verbrachten, quatschten, chillten und einfach die Ruhe, das Wetter und unseren Urlaub genossen. Diesen wundervollen Tag beschlossen Lea und ich mit einer Massage, die einfach nur unbeschreiblich schoen und angenehm war.
Am naechsten Tag um 5 Uhr frueh nahmen wir den Bus nach Chiang Rai. Die Busfahrt war unglaublich unbeschreiblich und einfach nur furchtbar. Doch wir haben sie ueberlebt und ehrlich gesagt war das in Chiang Rai dann wieder ziemlich schnell vergessen. Denn Chiang Rai war das naechste "Aergernis". Ok, das klingt wirklich boese, aber es hat mir absolut nicht gefallen. Keinen grossartigen Bericht wert.
Dann reisten wir von Chiang Rai nach Luang Namtha in Laos. Hier bin ich nun, und morgen geht es los auf eine 3 Tages, 2 Naechte Trekkingtour durch den Dschungel und in ein Dorf von einem Ureinwohnerstamm.... Danach werde ich auf jeden Fall versuchen mehr zu schreiben!
Passt auf euch auf, bis dahin, eure Hannah)
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