Mittwoch, 20. März 2013

Koh Tao

Endlich im Sueden, endlich am Strand, endlich habe ich bei der Hitze die Moeglichkeit, mich abzukuehlen.... DENKSTE.
Denn erstens ist es hier nochmal deutlich heisser, und zweitens ist es hier so heiss, dass ich sogar das Meer auf Badewannentemperatur aufheizt und von Erfrischung absolut keine Rede mehr sein kann. Es ist einfach nur heiss. Und dazu dann diese Sonne. Sie brennt mit einer Intensitaet, die ich bis dato noch nie erlebt habe. Sie brennt so sehr, dass ich von vornherein beschlossen habe, nur Sonnencreme mit LSF 50 zu benutzen. Und selbst damit, hatte ich sehr schnell, sehr grosse Angst zu verbrennen und so verbrachte ich die ersten zwei Tage praktisch nur im Schatten am Strand, abgesehen von vielleicht 5-10 Minuten, in denen ich mich traute, mich zu sonnen.
Und ich frage mich nach wie vor, welcher Part meines Verhaltens falsch war, denn auf jeden Fall kam ich abends zurueck ins Hotel und hatte den Anschein, einen roten Schimmer auf meiner Haut zu sehen.
Wahnsinnig heiss, unglaubliche Sonne und doch ist es hier, wie im Paradies.
Mein eigenes, kleines, wunderschoenes Paradies. Mit weissem Sand, tuerkisem Meer und Kokospalmen soweit das Auge reicht. Es ist einfach traumhaft.

Die Zeit in Koh Tao (was uebrigens Schildkroeteninsel heisst) habe ich ehrlich gesagt hauptsaechlich mit schnorcheln, im Wasser liegen/sitzen (das Wasser ist da nicht mal ansatzweise tief) und abends mit essen und feiern verbracht. Wundervolle Strand und Poolpartys, mit viel Alkohol und tollen Feuershows, ueber die es noch einen Post geben wird, denn dort sind einige spektakulaere Dinge passiert.....

Bangkok die 2.

Wieder in "meinem" Hostel anzukommen gab mir ein Gefuehl von heimkommen, es tat so so gut....

- Tim & Laiza
- Der  Versuch auf den Skytower zu kommen
- JJ-Market
- Party in der Khao San Road
- Pad Thai
- Spaaaasssssss

Von Louang Prabang ueber Vientiane nach Bangkok

Um wieder nach Bangkok zu kommen musste ich leider 2 Nachtbusse nehmen. Es war anstrengend, es war lang, es war nicht immer sehr bequem und die erste Nacht war zu 80% schlaflos.
Mehr dazu vielleicht spaeter.
In Vientiane trennte ich mich von Lea, ein sehr trauriger Moment, in Vientiane sah ich Richard wieder, den ich dort fuer ein wenig seltsam empfand. Wir verbrachten den Tag im Nationalmuseum und mit dem Besuch eines Tempels und Abends ging es weiter mit dem Bus in Richtung Bangkok.
Und somit war ich wieder in Thailand, im Linksverkehr, alleine, mit der Hoffnung, bald sehr viele neue liebe Freunde kennen zu lernen.

Anschliessend verbrachte ich weitere zwei Naechte in Bangkok.

Louang Prabang

Zu Louang Prabang gibt es viel zu erzaehlen. Ich mache es jetzt kurz und vervollstaendige spaeter:
Louang Prabang ist ein Ort zum verweilen, ein wunderschoener Ort, mit einem wunderschoenen Nachtmarkt. Dort hab ich den schoensten Sonnenuntergang gesehen, bin in dem wunderschoensten Wasserfall in unterschiedlichen Becken geschwommen, habe wunderschoene Fotos gemacht, bin zwei der Englaendern emotional und freundschaftlich sehr nahe gekommen und es genossen, wieder sehr tiefgehende Gespraeche fuehren zu koennen, mit Menschen, die mir inzwischen sehr sehr viel bedeuten.
Louang Prabang ist ein Ort zum wohlfuehlen, ein Ort den ich liebe. Es ist der Ort, an dem ich beschlossen habe meinen lieben Freund Jack im Juli in London zu besuchen.
Und es ist der Ort, an dem ich mich dazu entschlossen habe, mich aufzumachen in den Sueden von Thailand, an dem ich mich entschlossen habe, wieder alleine zu reisen und fuer mich zu sein.

Ich liebe diesen Ort und ich werde viel dafuer tun eines wundervollen Tages wieder dorthin zurueck zu kehren.

Noch eine Nacht in Loung Nam Tha

Als wir voellig erschoepft und verschwitzt und dreckig wieder in Louang Nam Tha ankamen, wurden wir von zwei unserer Englaender in Empfang genommen. Sie berichteten uns, dass die restlichen Englaender an demselbigen Morgen auf eine 2 Tages - 1 Nacht Trekkingtour aufgebrochen waren und nur sie beide, auf Grund eines verletzten Fusses Jacks (eines der beiden) nicht mitgegangen waren und am naechsten Tag, genauso wie wir, sich auf den Weg nach Louang Prabang machen wuerden.

Nachdem Lea und ich uns geduscht hatten und uns sehr darueber freuten uns zivilisiert und nicht mehr eklig zu fuehlen, setzten wir uns zu den Jungs, genehmigten uns ein Bier und jeweils eine gesamte Packung Oreos und genossen es, in netter Gesellschaft zu sein. Anschliessend gingen wir mit den Jungs auf den Nachtmarkt, wo wir uns etwas zu Essen holten. Etwas ohne Reis. Etwas mit viel Fleisch, bei dem wir nich zugehoert hatten, wie das Tier, dessen Fleisch ich ass, getoetet wurde.
Ich holte mir 200g geroestetes Schwein, das mich ein wenig an gegrillten Schweinebauch in Deutschland erinnerte, was ich sehr sehr genoss.
Anschliessend genehmigte ich mir noch ein Bier und wir verbrachten weitere Stunden mit den Jungs, lachend, erzaehlend, diskutierend, freudig, wieder "meine Englaender" bei mir zu haben.
Bevor wir uns ins Bett begaben buchte ich fuer Lea und mich noch ein Zimmer im Hostel, fuer das die beiden Jungs sich auch Betten gebucht hatten, in der einfache Hoffnung somit nicht wieder durch die Stadt rennen zu muessen, und einfach mal ankommen zu koennen und zu geniessen.

Trekking - 3 Tage 2 Naechte

- 3 Deutsche, 1 Amerikaner, 2 Polen, 2 Niederlaender, 1 Israeli, 2 Laoten
- Bergauf, Bergab
- Schwitzen
- Anstrengung
- Auf einmal Angst um meinen noch nicht ganz verheilten Knoechel - zum Glueck ist nix passiert
- viel trinken
- stolz auf das geschafft
- ueberraschenderweise 2 Naechte in 2 unterschiedlichen Doerfern
- Dorfhochzeit
- Gluecksarmband
- Waschen komplett bekleidet im Fluss
- Kinder - viele Fotos (kommen noch)
- Wetteifer der Reisenden, wer die tollsten Sachen erlebt habe
- besoffene Dorfeinwohner, die uns zum trinken zwingen wollten
- Laolao
- Preisung der Oreokekse
- leckeres laotisches Essen
- Reis & Hueher-/ ww. Fischsuppe zum Fruehstueck
- schlafen unter Mosiktonetzen
- gefaehrliche Uebersetzung auf wackeligem Floss und Angst um unsere Kameras
- Erschoepfung
- Wasserfall
- Regen
- Kochen in Bambusrohren ueberm Lagerfeuer
- Bananenblatthuete


Das sind einige Stichworte, die mir zu meinem Trip sehr wichtig sind. Es war magisch. Wenn ich mehr Zeit habe, werde ich das alles auch noch in einen Kontext bringen!

Louang Nam Tha

Angekommen in Louang Nam Tha, nachdem wir beide uns die Zeit genommen hatten zu duschen, machten wir uns auf die Suche nach guten Angeboten zum Trekken.
Einen ersten Schock gaben uns die Preise. Die Angebote klangen wundervoll, doch jeweils 100 Euro fuer zwei Tage wandern auszugeben hatten wir beide nicht wirklich viel Lust.
Als wir endlich feststellten, dass es nur darum ging, sich einzutragen und anschliessend zu sehen, ob sich noch weiter Leute eintragen wuerden und dass damit der Preis reduziert wuerde, fiel uns ein Stein vom Herzen. Wir beschlossen jedoch, einfach bis zum Abend zu warten um zu sehen, ob wir spaeter irgendwo Angebote sehen wuerden, die schon von anderen Reisenden gebucht worden waren.
Also setzten wir uns in ein Restaurant, das scheinbar von zwei Australiern gefuehrt wurde und bei dem Pizzaabend zu sein schien und genossen jeweils eine Pizza und einen "Laocchito", was wohl ein Mocchito nur mit dem laotischen Laolao sein sollte, der jedoch leider nicht mal ansatzweise genug Zucker hatte. Damit war er zwar sehr erfrischend, jedoch nicht das leckerste, was ich in meinem Leben zu mir genommen habe...

Dann kehrten wir zurueck auf die Strasse in das Buero, an dem wir schon vorher gesehen hatten, dass sich bereits 4 Leute fuer eine 3 Tages -2 Naechte Tour eingetragen hatten und hatten Glueck, die letzten beiden Plaetze fuer diese Gruppe zu bekommen, fuer den wunderbr guenstigen Preis fuer umgerechnet etwa 52 Euro.

Total begeistert und gehypt wie ich war, fing ich sofort an meinen in Chiang Rai neu erstandenen kleinen Rucksack fuer die Tour zu packen, wir gingen Gastgeschenke fuer das Ureinwohnerdorf, in dem wir eine Nacht verbringen solten einkaufen und bereiteten uns auf den naechsten Tag vor und gingen relativ frueh ins Bett.

Von Chiang Rai bis Louang Nam tha

Meine lieben Freunde und Verwandten, wie ihr zweifellos schon selbst festgestellt habt fehlt mir hier sowohl Zeit, als auch Motivation im Moment, um viel und ausfuehrlich ueber meinen Trip zu berichten. Da ich eigentlich keine Lust auf halbherzige Eintraege habe, habe ich bisher einfach gar nicht geschrieben.
Allerdings weiss ich, wie wichtig es einigen von euch ist, trotzdem zu verfolgen, wo ich gerade bin und was ich mache, zu wissen, dass es mir gut geht und ich viel viel Spass, Erlebnisse und Freude habe.
Aus diesem Grund werde ich versuchen, weiterhin regelmaessig neue Eintraege zu posten. Bitte seid mir nicht boese, falls diese ab und an nur noch in Stichpunktform sein werden. So bleibt ihr auf dem Laufendem, so kann ich mich zu spaeteren Zeitpunkten einfach an Ereignisse erinnern und meine Blogeintraege letztendlich auch besser zu einem spaeteren Zeitpunkt verfollstaendigen.

Nun zu meiner Reise von Chiang Rai bis Louang Namtha:

Wie schon berichtet, fand ich Chiang Rai nicht wirklich toll. Umso leichter fiel mir die Entscheidung, doch weiter mit Lea in Richtung Louang Namtha zu ziehen. Eigentlich hatte ich zwar die Ueberlegung gehabt, doch noch einen Tag laenger zu bleiben und mir einen Roller zu mieten, um die Umgebung Chiang Rais zu erkunden, mit dem Gedanken, dass es ja irgendetwas besonderes und schoenes dort geben muesse und ausserdem, weil es so einfach gewesen waere, meine Englaender wieder zu treffen, jedoch regnete es am naechsten Morgen und somit war die Entscheidung beim Augenaufschlag am Morgen getroffen.
Und so packten Lea und ich unsere Taschen und machten uns auf den Weg in Richtung Busbahnhof, wo wir nach dem "Local Bus" nach Chiang Kong suchten, der Stadt, die am naechsten am Grenzuebergang zu Houay Xai, Laos lag.
Den Bus zu finden erwies sich als deutlich leichter als gedacht, wir suchten uns Plaetze und warteten darauf, dass der Bus losfuhr. Da die Baenke im Bus unglaublich schmal waren und wir uns nicht vorstellen konnten, zu zweit auf nur einer Bank die Fahrt zu ueberleben, setzten wir uns auf zwei nebeneinander liegende Baenke, quetschten unsere viel zu langen Beine davor und lachten wieder einmal darueber, wie viel zu gross wir zwei relativ grossen Frauen (mit 1,74m und 1,78m) fuer dieses Land mit den vielen kleinen Menschen doch waren.... Das Lachen verging uns jedoch schnell, als der Bus immer und immer voller wurde, und wir uns auf einmal doch zu zweit auf einer Bank wiederfanden. Jedoch zu zweit mit fremden Personen, nicht dass wir dann zusammen gesessen haetten.
Und auf Grund des viel zu kleinen Fussraumes, fingen unser beider Sitzflaechen ziemlich schnell ziemlich unangenehm zu schmerzen und einzuschlafen. Und so sehr, so sehr freuten wir uns, als endlich die ersten Menschen auf dem Weg nach Chiang Kong ausstiegen, und somit immer mehr Platz frei wurde, hofften wir doch, unsere Sitznachbarn wuerden sich selber neue, bequemere (da breitere) Plaetze suchen wuerden. Doch Fehlanzeige. Als der Bus so leer war, dass nur noch neben uns Leute sassen, und einige andere Baenke frei waren, setzte sich meine Sitznachbarin endlich von mir weg, ich seufzte erleichtert, streckte meine Beine aus und freute mich ueber das Prickelnd, dass sich in meinen Pobacken ausbreitete... Lea jedoch, die scheinbar den Ehemann meiner ehemaligen Sitznachbarin neben sich sitzen hatte, hatte nicht so viel Glueck. Denn ebendieser Mann war so erschoepft, dass er staendig an ihrer Schulter einnickte, und somit gar nicht auf die Idee kam, sich von ihr weg und zu seiner Frau zu setzen. Somit hatte sie bis zu unserer Ankunft in Chiang Kong keine Moeglichkeit, ihre Gliedmassen zu strecken oder sich auch nur einfach einmal, fuer eine Minute nur ein klein wenig bequemer zu setzen...

Angekommen in Chiang Kong nahmen wir uns ein Tucktuck zum Grenzuebergang, holten uns unsere Ausreisestempel aus Thailand, setzten uns in ein Longboat und liessen uns endlich nach Laos- Houay Xai uebersetzen.
Dort angekommen fuellten wir - nun beide zum zweiten Mal in unserer Reise nach/durch Suedostasien, den Visumsschein aus und waehrend wir auf unsere Reisepaesse mit den Visa warteten, wurde uns bewusst, dass wir gerade tatsaechlich Thailand verlassen hatten und nach Laos gereist waren. Laos.... Das Land, von dem wir beide bisher nur gutes gehoert hatten, von denen uns so viele berichtet hatten, wie wunderschoen es dort sei, ruhig, ein Ort zum verlieben, wunderschoene Natur, ein toller Platz fuer Wandertouren.
Begeisterung und Aufregung war das Ergebnis dieser Erleuchtung.

Ich hatte mir im Bus ein wenig Zeit genommen, durch meinen Lonely Planet Reisefuehrer zu schauen, da ich mich mit dem Thema Laos eigentlich nur oberflaechlich beschaeftigt hatte, hatte ich doch nicht wirklich viel darueber nachgedacht, tatsaechlich aus Thailand auszureisen, gab es doch wohl dort schon so viel zu sehen und entdecken. Klar hatte ich gewusst, dass ich zu einem bestimmten Zeitpunkt einmal wuerde ausreisen muessen, schon allein aus Visumstechnischen Gruenden, viele Gedanken hatte ich daran allerdings nicht verschwendet. Also nahm ich meinen Reisefuehrer zur Hand und versuchte herauszufinden, was sich fuer mich lohnen wuerde, welche Orte ich gerne sehen wuerde und was es zu erleben gaebe.
Das Louang Prabang auf meiner Liste staende war klar, von irgendjemandem hatte ich einmal gehoert, dass dies einer der wenigen lohnenden Orte in Laos sei. Ansonsten wusste ich allerdings absolut nichts ueber Laos.
Beim blaettern stiess ich jedoch auf ein weiteres Post-it, beim Eintrag "Louang Nam Tha" im Norden, was als guter Ort zum Trekken und Natur erleben angepriesen wurde. Alle Beschreibungen klangen wunderschoen, und so beschloss ich, vor Louang Prabang noch in den Norden zu ziehen, um dort fuer 2 oder 3 Tage mit einem Guide in die Natur aufzubrechen.
Ein wenig traurig war ich jedoch, denn ich war mir sehr sicher, dass dies nun den Abschied von Lea bedeuten wuerde, an die ich mich sehr gewoehnt und die ich sehr zu schaetzen gelernt hatte.
Als wir also in Houay Xai ankamen, berichtete ich ihr von meinem Entschluss, erzaehlte ihr von diesem Ort und - wer haette es gedacht, sie fing an, darueber nachzudenken und waehrend ich zur Bank ging um mir ein wenig laotische Kip zu holen, nahm sie sich meinen Reisefuehrer zu Rat, las sich die entsprechenden Seiten durch und als ich wieder aus der Bank kam, teilte sie mir mit, sie wuerde mich begleiten und haette grosse Lust, mit mir gemeinsam so eine Tour zu machen.
Also beschlossen wir,  uns gemeinsam was zu Essen zu holen und anschliessend nach einem Bus zu suchen, der uns optimalerweise noch am selbigen Abend nach Loung Nam Tha bringen sollte.
Um das bezahlen zu koennen, begab sich auch Lea noch zur Bank um Geld abzuheben und kam 5 Minuten spaeter mit einer geschockten Miene zu mir zurueck. "Hannah, meine Kreditkarte geht nicht. Ich konnte kein Geld bekommen, weder am Automaten noch am Schalter.", waren ihre Worte.
Oh nein! Wenn ich mir vorstelle, soetwas waere mir passiert, ich waere vermutlich in Traenen ausgebrochen.
Das ist das schlimmste, was einem Alleinreisenden passieren kann, nicht in der Lage zu sein, Geld zu bekommen. Denn was macht man alleine in der Fremde ohne Geld.
Ich ueberlegte nicht lange und bot ihr an, mir einfach wenn moeglich per Email oder Telefon ihre Bank zu kontaktieren, mir das Geld auf mein Konto zu ueberweisen und ich wuerde ihr das komplett in bar abheben und auszahlen. So muesste sie zwar ununterbrochen mit einer\ Riesenmenge an Geld rumlaufen, jedoch haette sie wenigstens genug Geld, um die restliche Zeit in Suedostasien ueber die Runden zu kommen.
Gesagt getan, nach einer halben Stunde oder vielleicht sogar laenger in einem Restaurant, ein paar Pommes, einem Sandwich und einigen Fruehlingsrollen, einigen Emails und ein wenig Erholung von diesem Schock begaben wir uns auf die Suche nach einem Reisebuero, wo wir unseren Bus buchen wollten.
Der letzte Bus war nun natuerlich leider schon komplett gebucht, und so suchten wir uns ein Zimmer fuer die Nacht und legten uns erschoepft auf die Betten und fielen bis 19 Uhr in einen erfrischenden Schlaf.
Anschliessend standen wir auf, suchten uns etwas zum Abendessen und gingen wieder ins Bett.

Am naechsten Morgen ging es dann frueh los in Richtung Louang Nam Tha. Auch wenn wir beide inzwischen das staendige Warten auf die Busse und in den Bussen gewoehnt sein sollten, ist es doch jedes Mal wieder unglaublich anstrengend und nervig.
Und leider mussten wir auch auf der Fahrt feststellen, dass die Strassen in Laos sehr kurvenreich und nicht immer perfekt ausgebaut sind.
Doch wir kamen gesund und einigermassen munter an, suchten uns schnell ein Hostel und waren einfach nur gluecklich, endlich in unserer naechsten Station angekommen zu sein, wo wir auch planten, ein wenig Zeit zu verbringen.

Dienstag, 5. März 2013

Pai

Den richtigen Anfang, oder die richtigen Worte fuer Pai zu finden, faellt mir sehr, sehr schwer.
Pai ist der Ort der Traeume, der Ort, fuer den schoensten Urlaub, mein bisheriger Lieblingsort in Sued-Ost-Asien.

Die Busfahrten sind in Thailand (eigentlich ueberall in Sued-Ost-Asien, wo ich bisher war) furchtbar. Erstens wartet man MINDESTENS eine Stunde laenger, als geplant, um tatsaechlich mal loszufahren, zweitens - und das betrifft vor allem Pai - sind die Busfahrer total verrueckt, und haben wohl eine Wette abgeschlossen, wer seinen Bus, sich selbst und die gesamten Mitfahrer als erstes in den Abgrund und den sicheren Tod befoerdern kann.
Doch wenn ich ganz ehrlich bin, bin ich sehr, sehr froh, ausgerechnet diese Busfahrt gebucht zu haben.
Denn auf dieser Busfahrt, habe ich meine neue Reisebegleiterin Lea kennengelernt (ja, ich weiss... Ausgerechnet Lea. Schon wieder eine Lea. Die werden mich wohl nie verlassen. Es scheint mein Schicksal zu sein, von Leas umgeben zu sein......) Lea ist ebenfalls Deutsche und ein unglaublich lieber, verrueckter Mensch, eine tolle Zeitgenossin, mit der ich hier sehr viel Spass habe, und mich doch teilweise ein wenig wohler fuehle und mit der es ein wenig einfacher ist, zu reisen, als ganz alleine (ausserdem deutlich billiger, da wir uns grundsaetzlich die Mieten fuer Zimmer teilen koennen.)

Die Fahrt nach Pai an sich war, wie schon erwaehnt, ziemlich furchtbar. Sehr kurvig und rasant, hat meinen Magen einige Male ins Gruebeln gebracht, ob er sich nicht doch von seinem Inhalt trennen sollte.
 Dort angekommen wurden wir von einem Bekannten Lea's zu seinem Guesthouse gefuehrt (sie hatte ihn wohl in Chiang Mai kennengelernt und er schien sehr nett zu sein, wir sahen ihn anschliessend aber nie wieder) und beschlossen, uns dort gemeinsam einen Bungalow fuer zumindest ersteinmal die erste Nacht zu teilen.
Anschliessend nahmen wir die noetigstens Sachen und begaben uns auf die Strasse, wo es von Staenden mit Essen, Kleidung und Souveniers nur so wimmelte. Unglaublich begeistert und voller Appetit hauten wir rein, probierten unterschiedlichste Dinge und waren einfach nur rundum zufrieden und gluecklich.
Dann machten wir uns auf die Suche nach einer schoenen Bar, um darauf anzustossen, uns kennengelernt zu haben, und um diesen erfolgreichen Tag angemessen ausklingen zu lassen.
Wir stiessen nach einigem Suchen auf eine etwas abgelegenes Bungalowdorf, an dem es eine suesse kleine Bar, ueber und ueber mit Neonfarben bemalt, direkt an einem Fluss gab. Dort bestellten wir uns je einen Cocktail und setzten uns mit ein paar fremden an ein Lagerfeuer, wo Gitarregespielt, gelacht und gequatscht wurde.

Am naechsten Tag liehen wir uns jeweils einen Motorroller aus, besorgten uns eine Karte der Gegend, auf der gleich die attraktivsten Orte der Gegend eingezeichnet waren und fuhren drauf los. Gott, war das aufregend. Ich bin ja vorher noch nie in meinem ganzen Leben auch nur auf so einem Ding GESESSEN.
Aber eigentlich ging das alles ziemlich schnell ziemlich einfach, den Dreh hatte ich sehr schnell raus und es konnte los gehen.
Doch halt, eigentlich kann ich den Tag so gar nicht erzaehlen, denn es war mein grosser Ungluecks-/Tollpatschtag. Aktion Nr. Eins: Ich verlor die Kontrolle ueber den Roller (nein, klingt schlimmer als es eigentlich war). Also nicht so richtig. Ich fuhr nur viiiiiiiel zu schnell um eine Linkskurve (Nicht vergessen Leute, hier herrscht Linksverkehr!!!), und da ich noch nicht so gut war, die richtige Geschwindigkeit zu finden, verkrampfte ich meinen Griff um den Lenker, anstatt zu bremsen und wurde natuerlich nur noch viel, viel schneller. Somit landete ich auf der Rechten Spur (ups), wo zum Glueck grade absolut nichts los war (ufff) und riss nur einen Pfosten, der auf der Mitte der Fahrbahn zur Fahrbahntrennung stand um (es war nur so ein riesiges, oragenes Verkehrshuetchen, also nichts passiert)...
Anschliessend lies ich beim Fruehstueck, beim oeffnen meiner Kuchenpackung fast den Kuchen in den Staub fallen......
Dann ging die Tour so richtig los, wir fuhren erst einmal in Richtung Cannyon, denn in Pai ist es nachtsueber richtig kalt, so um die 15 Grad vielleicht, schaetze ich mal so, und deswegen war uns morgens nicht gleich nach Wasserfall mit baden zu Mute.
Der Cannyon war wunderschoen, riesengross, beeindruckend, toll, sehr vertrocknet. Ich werde auch noch Bilder nachtraeglich hochladen, nur leider leider kann ich auf diesem PC meine SD Karten nicht lesen....
Wir kletterten ein wenig herum, sauten unsere Klamotten ziemlich im roten Staub der Erde ein, und fingen ordentlich an zu schwitzen.
Station 2 waren heisse Quellen, die allerdings ziemlich klein und nicht so sonderlich beeindruckend waren, jedoch anscheinend heiss genug, als dass jemand gerade dabei war, Eier darin zu kochen.
Weiter ging es zum ersten Wasserfall. Nachdem wir ca 5km ueber holprige Feldwege gefahren waren, mussten wir zu Fuss weiter, und wanderten an einem Fluss entlang immer weiter in den Dschungel. Wir waren von einer wunderbaren Ruhe umgeben, niemand war weit und breit zu sehen, und alles was wir hoerten waren der Fluss (vllt war es doch eher ein Bach) und die Voegel aussenrum, vielleicht ab und an noch einmal das Rascheln der Insekten im Laub.
Es war wundervoll. So etwas schoenes habe ich mein Leben lang noch nicht gesehen. Das bekamen auch leider mein Kopf und meine Schuhe ziemlich schnell zu spueren. Denn aus Unachtsamkeit rutschte ich erst beim Ueberqueren des Flusses aus, und weichte sowohl Schuhe als auch Socken komplett durch, als auch rannte ich gegen einen Ast....
So wanderten wir durch den Dschungel und genossen die Ruhe, die Schoenheit und Wildheit dieser Landschaft, bis war vor uns sahen, dass ein Bereich des Bodens des Waldes brannte. (Das scheinen die Bauern hier zu tun, um vor der Regenzeit den Boden fruchtbarer zu machen. Haben wir am Abend vorher erfragt). Da das Feuer bis zum Rand des Weges reichte, trauten wir uns hier leider nicht weiter, und drehten um. Somit verpassten wir diesen Wasserfall wohl leider. Schade. Nur zu hoffen, dass er nicht allzu sehenswert war. Jedoch war es trotzdem eine unbezahlbar schoene Erfahrung.
Weiter ging es, ueber Felder, durch kleine Doerfer und an Elefantenfarmen vorbei. Ganz fasziniert blieben wir an der ersten stehen, sahen uns die Elefanten aus einiger Entfernung an, und sahen zu, wie sie von Kunden gefuettert wurden, diese wundervollen, grossen Tiere.Doch schnell stellten wir fest, dass sich eine Farm an die naechste reihte, und so fuhren wir irgendwann laechelnd, mal nach links und rechts blickend, jedoch nicht mehr sonderlich begeistert daran vorbei.
Nach einem kurzen Zwischenstop in unserem Hotel ging es weiter, auf der Suche nach dem naechsten Wasserfall.
Allein die Fahrt lohnte sich jedes Mal, man sieht in diesem Land so viele schoene Dinge. Abgesehen davon brauche ich gar nicht davon sprechen, dass ich unglaublich Gefallen an meinem tollen Gefaehrt gefunden habe. Wie wundervoll es doch ist, auf zwei Raedern durch die Landschaft zu fahren und den Staub und den Fahrtwind auf der Haut zu spueren.
Angekommen am Wasserfall beschloss ich, es zu wagen im kalten Nass schwimmen zu gehen. Also suchten wir uns ein Fleckchen (und selbstverstaendlich rutsche ich schon dabei aus und landete auf der Schnauze), an dem wir uns niederlassen konnten, Lea nahm ihre Kamera und fing an zu fotografieren und ich lies mich mutig ins Wasser runter. Es war bitterbitterkalt.
Also ging ich schnell wieder an Land und hoffte darauf, schnell wieder zu trocknen. Als dann zwei -scheinbar einheimige Jugendliche anfingen, von weiter oben am Wasserfall ins Wasserbecken zu springen, wollten wir schnell unseren Platz wechseln, aus Angst, unsere Ausruestung koennte nass werden. Also nahmen wir unsere sieben Sachen und wollten weiter ziehen. Und natuerlich, wie konnte es auch anders passieren, rutschte ich auch dabei wieder aus, doch diesmal so ungeschickt, dass ich, ohne Halt zu finden, einige Meter in die tiefe rutschte. Ich bekam riesengrosse Panik und dachte, ich wuerde jetzt ohne jegliche Hoffnung den gesamten Wasserfall runterrutschen, und mir mindestens beide Beine brechen, mit all meinem Zeug in der Hand, der Kamera, dem Schluessel fuer den Roller... Ich glaube, so eine Angst hatte ich schon lange nicht mehr, wenn ueberhaupt jemals.
Doch irgendwie schaffte ich es, mich beim Fallen mit dem Fuss irgendwo zwischen Wasserfall und Wand so abzustuetzen, dass ich nicht weiterfiel, und schaffte es, wieder hinaufzuklettern.
Ich weiss immer noch nicht, wie ich es geschafft habe, diesen Tag ohne Verletzungen und blaue Flecken zu ueberstehen. Aber fest steht: Ich habe es geschafft.
Wir fuhren noch zu einem weiteren Wasserfall, der auch sehr schoen war. Anscheinend hat das Gebiet, auf dem der Wasserfall war, urspruenglich einem Farmer gehoert, der eines Morgens erwachte und feststellen musste,dass sich nun auf einmal eine Schlucht samt Bach und Wasserfaellen durch sein Land zog und er dieses Gebiet nun nichtmehr nutzen konnte (so zumindest wurde auf einem Brief einer Amerikanerin beschrieben, die diesen als "Werbung" fuer diesen Wasserfall an einen Baum direkt an dessen Eingang gehaengt hatte.)
Als wir abends dann ueber den Markt schlenderten, um zu essen und vielleicht einige Dinge zu kaufen, trafen wir auch "meine" Englaender wieder. Sie waren wohl kurz vorher nun doch auch in Pai angekommen, und somit waren wir sozusagen wieder vereint.
Jedoch hatte ich nicht wirklich viel Lust, wieder das Gefuehl zu haben, mich an irgendwelche Menschen dranhaengen zu muessen und da ich auch nicht so genau wusste, ob Lea wirklich Lust gehabt haette, bei den Jungs zu bleiben, beschlossen wir erst einmal wieder zu zweit weiter zu ziehen. Leichter gesagt als getan, so klein wie Pai ist, blieben sie uns immer ungewollt auf den Fersen und wir sahen sie alle 2 Minuten wieder.
Auf dem Markt kauften wir uns dann Papierlampions, da wir solche an den Tagen vorher immer wieder hatten steigen sehen und es einfach wunderschoen fanden. Mit denen zwischen unseren Beinen, fuhren wir mit unseren Rollern zurueck zum Cannyon, von wo aus wir sie steigen lassen wollten.Dort wurden wir von zwei Streunern begruesst. Oh weh. Noch dazu, wo ich solch einen Respekt vor diesen Hunden hier habe.
Mit unseren Rollern immer um die Hunde kreisend, ueberlegten wir, ob wir es tatsaechlich wagen sollten, anzuhalten, abzusteigen und in den Cannyon hinaufzusteigen. Denn mal ganz ehrlich, irgendwie beaengstigend war das schon... Kein Mensch weit und breit. Wenn sie gewollt haetten, haetten die beiden Biester uns sicherlich uebel herrichten koennen.
Letztendlich beschlossen wir, doch anzuhalten und es zu wagen, uns den Hunden zu stellen.
Diese schienen sich zwar sehr darueber zu freuen, liessen uns allerdings trotzdem in Ruhe unsere Lampions steigen, ohne uns zu Nahe zu kommen.
Dann fuhren wir wieder zurueck nach Pai, wo wir uns einen Cocktail genehmigten und ich fuer den naechsten Tag Elefantenreiten buchte.
Am naechsten Morgen stellte ich mir also einen Wecker und ging um kurz vor neun los, um vor der Agentur abgeholt zu werden, bei der ich gebucht hatte und wurde zu den Elefanten gefahren.
Ehrlich gesagt war es sehr sehr beeindruckend, vor diesen grossen Tieren zu stehen. Direkt neben ihrem Kopf, wissend, dass ein falscher Schritt ihrerseits meinen gesamten Fuss in Schutt und Asche legen koennte.
Das Reiten an sich war nicht so spektakulaer. Natuerlich war es den ersten Moment ziemlich spannend, auf einer duennen Decke auf dem Ruecken eines Elefanten zu sitzen, seine Borsten durch die eigene Hose stechen zu fuehlen und die bedaechtigen, ruhigen Bewegungen unter sich zu spueren.
Aber wirklich: wenn ich die Wahl haette, ich wuerde bei Pferden bleiben... Das macht deutlich mehr Spass, geht schneller und man kann so viel mehr alleine machen.
Jedoch hatte ich ja nicht einfach nur Elefantenreiten gebucht, sondern auch Baden mit dem Elefanten. Als wir endlich zum Fluss kamen, war ich schon sehr aufgeregt. Denn ich hatte absolut keine Ahnung, was ich zu erwarten hatte und so ein grosses Tier kann einem schon sehr sehr weh tun, vermute ich.
Der Elefantenreiter/-fuehrer oder wie man ihn auch immer nennen mag rutschte einfach den Ruessel des Elefanten runtern. Dann wurden alle Wertsachen, Sonnenbrille und die Decke, die zwischen dem Ruecken des Elefanten und mir gewesen war, am Flussufer abgelegt und er stieg ueber den Ruessel des Elefanten wieder auf dessen Kopf und lies ihn die Fluten des Wassers steigen.
Ok, eigentlich war es dort absolut nicht tief, ich denke ich stand maximal bis zur Huefte im Wasser.
Dann legte sich der Elefant hin und mir wurde befohlen, mich auf den Kopf des Tieres zu begeben. Also setzte ich mich dort hin und der Elefantenreiter sagte einen Befehl. Auf einmal warf der Elefant den Kopf wie wild von Links nach Rechts, von oben nach unten und ich wurde ins Wasser befoerdert. Festhalten gabs nicht, klappte einfach nicht. Unheimlich lustig, ich konnte kaum aufhoeren zu lachen.
Anschliessend musste ich wieder auf den Elefanten klettern und das Spiel begann von vorne, auf immer neue Arten, mit den unterschiedlichsten Positionen, mal aus dem Stehen, mal aus dem Sitzen.
Das absolute Highlight war, als ich mich vor den Ruessel des Tieres stellen sollte und er seinen Ruessel um mein Bein schlung, mich in die Luft hob, und einfach ins Wasser fallen lies.
Wunderbar, diese Erinnerung wuerde ich gegen nichts in der Welt wieder hergeben. Ich bin total, begeistert und empfehle nur jedem, der einmal nach Pai kommt, das auf jeden Fall auszuprobieren. Auch wenn ich haufenweis blaue Flecken davongetragen habe und eine riesengrosse Blutblase am rechten grossen Zeh (fragt mich nicht, wie ich das geschafft habe)....

Nachdem ich wieder in Pai angekommen war - natuerlich pitschnass  - traf ich die Jungs in der Stadt, ging mit ihnen ein spaetes Fruehstueck einnehmen und anschliessend ging ich mit ihnen zu ihrem Hotel, wo wir den Nachmittag entspannt am Pool verbrachten, quatschten, chillten und einfach die Ruhe, das Wetter und unseren Urlaub genossen. Diesen wundervollen Tag beschlossen Lea und ich mit einer Massage, die einfach nur unbeschreiblich schoen und angenehm war.

Am naechsten Tag um 5 Uhr frueh nahmen wir den Bus nach Chiang Rai. Die Busfahrt war unglaublich unbeschreiblich und einfach nur furchtbar. Doch wir haben sie ueberlebt und ehrlich gesagt war das in Chiang Rai dann wieder ziemlich schnell vergessen. Denn Chiang Rai war das naechste "Aergernis". Ok, das klingt wirklich boese, aber es hat mir absolut nicht gefallen. Keinen grossartigen Bericht wert.

Dann reisten wir von Chiang Rai nach Luang Namtha in Laos. Hier bin ich nun, und morgen geht es los auf eine 3 Tages, 2 Naechte Trekkingtour durch den Dschungel und in ein Dorf von einem Ureinwohnerstamm.... Danach werde ich auf jeden Fall versuchen mehr zu schreiben!
Passt auf euch auf, bis dahin, eure Hannah)

Mittwoch, 27. Februar 2013

Chiang Mai und Umgebung

Nachdem ich bis 12 Uhr auf der Suche nach einem neuen Hotel war, und auch ziemlich schnell eines gefunden hatte, dessen Zimmer zwar recht abgenutzt, diesmal jedoch wirklich WIRKLICH sauber waren, mich jedoch noch nach besserem umschauen wollten, kehrte ich zu dem bereits erwaehnten "Guesthouse" zurueck, und buchte mir ein Zimmer.
Im Nachhinein gebe ich zu, dass ich dort einen wahren Glueckstreffer gelandet habe - ich habe viel Platz und Ruhe fuer mich, ein schoenes, kuehles Zimmer mit eigenem Bad und das absolute Highlight: Das Hotel hat einen Swimmingpool. Bei diesem Wetter ist das einfach eine wunderbare, kuehle Abwechslung, nach langen Tagesausfluegen.
Da auch dieser Tag nun schon zur Haelfte rum war, nahm ich erneut nur meine Kamera und zog damit durch die Strassen, fotografierte Bananenbaeume, Kokospalmen und allerlei andere, interessante Dinge, die mir so ueber den Weg liefen.
Dieser Bananenbaum zum Beispiel, steht in der kleinen Gasse, die direkt zu meinem Hotel fuehrt.

Abends waren dann endlich auch die englischen Jungs angekommen und wir gingen zusammen etwas Essen (ok, ich gebe es zu, ich habe nichts gegessen, die Hitze verwirrt meinen Koerper hier noch so sehr, dass es Tage gibt, an denen ich einfach nichts essen kann, weil ich absolut keinen Hunger habe. Sowas ist mir noch nie passiert. Aber macht euch keine Sorgen, sobald der Hunger zuschlaegt, hau ich gleich doppelt rein ;) )
Anschliessend gingen wir zu einem thai Boxkampf. Lustige Angelegenheit, begonnen wurde mit etwa 14-15 jaehrigen Jungen, geendet wurde mit einem richtig guten Kampf. Und in der Mitte hab es einen "special fight", bei dem vier Boxer in jeweilsin 2er Gruppen gegeneinander antraten. Das besondere daran war allerdings nicht nur, dass es 4 Boxer waren, sondern auch, dass sie alle Augenbinden angelegt bekamen, und somit blind gegeneinander kaempften, ohne zu wissen, wer wo war.
Einmal haben sie sogar so lange auf den Punktrichter eingeschlagen, bis der zu Boden ging. Und natuerlich kam es haeufig vor, dass man auf seinen Kollegen losging, oder sich von seinem eigenen Schwung, der in die freie Luft traf, zu Boden geworfen wurde.
Wunderschoene, amuesante Beschaeftigung muss das auch fuer sie gewesen sein.

Am naechsten Tag wollte ich nun endlich mal mehr erleben. Deshalb stand ich gegen 9 Uhr auf und machte mich auf den Weg in Richtung Doi Ithanon Nationalpark. Ich hatte keine Tour gebucht, da ich das einfach unverschaemt teuer hier fand, und in meinem Reisefuehrer gelesen hatte, dass das wohl relativ problemlos selbst zu erreichen sei. Haette ich mich da mal nicht so sehr getaeuscht....
Schon in Chiang Mai fing ich langsam an, daran zu zweifeln, ob ich nicht doch lieber einfach ins Hotel zurueckkehren sollte und mein Vorhaben als gescheitert abhaken sollte.
Aber ich waere nicht ich und ich waere nicht alleine nach Thailand gereiste, wenn ich nicht den Willen haette mich da durchzubeissen.
Also suchte ich weiter, bis ich endlich endlich endlich den richtigen Bus (also eigentlich war es ein Sammeltaxi, allerdings funktionieren die hier so ein bisschen wie Busse, nur dass man sich ueberall auf dem Weg beliebig absetzen oder mitnehmen lassen kann) gefunden hatte und endlich auf dem Weg war.
Die Fahrt dauerte etwa eine Stunde und als ich endlich in ChomThong (der Stadt, die dem Nationalpark rund um den Berg Doi Ithanon am naechsten liegt) angekommen war, kam die naechste Herausforderung: Ein Sammeltaxi finden, dass mich relativ guenstig mit zum Eingang des Parks bringen wuerde.
Und das schlimmste an der Geschichte ist wohl, dass all die Taxifahrer weder Englisch, noch Deutsch noch Franzoesisch sprachen.

Doch auch das schaffte ich und war endlich am Eingang des Nationalparks, am ersten, wunderschoenen Wasserfall.
Dort waren viele, thailaendische Jugendliche beim Baden und da sie nicht so schienen, als haetten sie grosses Interesse an meinem Gepaeck und zwei der Maedchen sogar zu mir kamen und anfingen mit mir zu sprechen, zu fragen zo ich her kaeme und sehr an meiner Unterwasserkamera interessiert waren, beschloss ich, mit ihnen schwimmen zu gehen, als sie mich fragten, ob ich Lust dazu haette.

 Anschliessend wollte ich weiterziehen und stellte zu meiner Verzweifelung fest, dass man diesen Nationalpark kaum ohne Auto erkunden konnte. Ausserdem war weit und breit keines der Taxis zu sehen und somit fragte ich mich, ob ich nun ernsthaft die 9 km bis nach Chom Thong zuruecklaufen muesse.
Allerdings hatte ich auch noch keine Lust wieder zurueck zu kehren und hatte einen kleinen, sehr goldenen Tempel erspaeht. Also lief ich los in Richtung des Tempels und als ein Auto neben mir hielt, und ich von den Fahrern auf Englisch gefragt wurde was ich tue und ob ich einen Fahrer durch den Park braeuchte, nahm ich dankend und erleichtert an.
Auf der Fahrt hoerte ich auf einmal, dass sie sich untereinander auf Deutsch unterhielten. So war ich doch tatsaechlich an drei deutsche Reisende gelangt, die mir den Tag um einiges versuessten und mein Sorge, das hier alles doch nicht so gut alleine zu meistern, sehr im Keim erstickten.






Die Abendgestaltung verlief sehr kurz, ich ueberlegte, ob ich fuer den naechsten Tag einen "Jungle flight" buchen sollte, da ich in Deutschland gehoert hatte, dass dies eine unverzichtbare, wunderschoene Beschaeftigung sei, war jedoch von meinem letzten Abenteuer noch zu erschoepft, um mich um irgendetwas zu kuemmern.
Jedoch gab es eine Sache, die ich noch unbedingt tun wollte. Ich hatte am Tag zuvor eine Buchhandlung entdeckt, in der man gebrauchte Buecher kaufen konnte und seine alten dort dagegen eintauschen konnte.
Und als ich durch diese Buchhandlung gestoebert war, hatte ich festgestellt, dass es dort praktisch die gesamte Sammlung der Buecher einer meiner Lieblingsautorinnen, Marian Keyes gab.
Also ging ich zurueck zum Hotel, holte die zwei "schlechten" Buecher, die meine Papa mir extra fuer die Reise und zum Tauschen mitgegeben hatte (von denen mich eines der beiden allerdings doch tatsaechlich so sehr gefesselt hatte, dass ich es gelesen hatte) und ging meine Buecher fuer ein Buch von Marian Keyes eintauschen.
Damit - zurueck im Hotel - legte ich mich an den Pool, genoss die letzten Sonnenstrahlen, las und ging mich ab und an im Pool abkuehlen, bevor ich nach einem guten Essen auf dem Nachtmarkt, den Tag fuer beendet erklaerte, und ins Bett ging.

Horrornacht

Nach meinem ersten, schoenen (wenn auch anfangs nicht ganz einfachen) Tag in Chiang Mai folgte... Eine absolute Horrornacht.
Ersteinmal fiel es mir unheimlich schwer einzuschlafen. Aber gut, damit kann man noch leben, denn abgesehen davon, dass ich noch keine grossartige Aktivitaet fuer den naechsten Tag gebucht hatte, war mein Plan auch einfach noch einmal die Stadt zu erkunden, und mir einen angenehmen, ruhigen Tag zu machen, nach dem ganzen Stress in Bangkok.
Doch als ich nach einigen Stunden einfach nur noch einmal auf die Toilette gehen wollte kam der Schock. Ich machte das Licht an, die Tuer auf und eine Kakerlake fiel neben die Kloschuessel. Eine eklige, riesengrosse, sehr lebendige und krabbelnde Kakerlake.
Erste Reaktion: Ich warf die Tuer zu, all mein Hab und Gut auf mein Bett und fing an mein Zeug zusammen zu packen und mich anzuziehen.
Dann der Gedanke: Wo willste denn jetzt bitte um 3 Uhr nachts hin? Auf der Strasse sind auch nicht grade weniger Kakerlaken. Also ueberlegen, was soll ich jetzt machen? Ruhig schlafen mit dem Gedanken, dass sich eine Kakerlake in meinen Rucksack oder meinen Schuh einnisten wuerde, konnte ich absolut abhaken.
Also stand noch zur Wahl, das Viech zu toeten.
Und so gerne ich auch immer erzaehle, dass ich vor Spinnen und aehnlichem Kriechgetier keine Angst habe, Ekel habe ich dafuer umso mehr. Und Angst, dass sie mich beruehren irgendwie auch. Klar sagt mir mein gesunder Menschenverstand, dass die mir gar nichts koennen, aber trotzdem, WAS IST WENN DIESES DING MICH AUFFRISST?????
Nein, hoeren wir auf damit, so schlimm wars dann doch nicht. Aber wo eine ist koennten mehrere sein, und ich wollte beim besten Willen nicht, dass sich so ein Viech von der Decke aus in mein Haar fallen laesst oder aehnliches. Also ueberlegte ich, wie ich gegen den schwarzen Kaefer des Boesen vorgehen konnte. Als erstes fiel mir Insektenspray ein. Okay, es war Moskitospray, aber in dem Moment war das fuer mich einerlei.
Also ging ich zurueck an die Badezimmertuer, riss sie auf und spruehte was das Zeug hielt in Richtung Kakerlake.
Diese rannte sofort so weit wie moeglich weg, und vor Schreck dass sie rannte, fing ich an zu schreien, warf die Badezimmertuer zu und rannte auf mein Bett. Und es wurde noch schlimmer, als ich den naechsten Versuch unternahm, sie zu laehmen oder zu vergiften oder irgendetwas in der Art zu tun (diesmal jedoch mit Haarspray, das erschien mir klebriger und damit fuer die Kakerlake gefaehrlicher) rannte sie nicht von mir weg, sondern in den dunkelsten Winkel den sie finden konnte: auf mich zu, unter der Badezimmertuer durch unter den Teppich. Dieses Biest. Ich riss also den Teppich weg und sie rannte zurueck ins Bad.
Ich spruehte hinter ihr her, was das Zeug hielt.
Als ich danach auf den Gedanken kam, meine Sachen aus dem Bad zu holen, da ich diese unmoeglich am naechsten Tag im Hotel zuruecklassen wollte, lugte ich vorsichtig in alle Ecken, um ihr auch ja nicht ueberraschend zu begegnen (natuerlich immer noch mit Haarspray bewaffnet), doch sie war verschwunden. Wie vom Erdboden verschluckt.
Panik kam wieder in mir auf, was, wenn sie es unbemerkt unter mein Bett geschafft hatte?
Ich suchte also das ganze Zimmer ab - ohne Erfolg.
Doch als ich zurueck ins Bad kam, fiel mir ein winziges, aber sehr fuer Erleichterung sorgendes Detail auf: Der Deckel des Abflusses der Dusche war verrutscht. Sie musste sich also in den Abfluss gefluechtet haben.
Ich spruehte noch ein letztes Mal wie eine Wilde darauf los (vermutlich sehr nutzlos, denn so ein Abfluss kann bekanntlich sehr tief sein), schob den Deckel wieder ueber das Loch und stellte vorsichtshalber noch den Muelleimer oben drauf.
Sehr erleichtert und auch ein bisschen stolz, diesen Kampf gewonnen zu haben, legte ich mich schlafen.
Naja, von schlafen kann nicht mehr viel die Rede sein, es wurden zu zwei Stunden angespanntem Schlaf bis ca 9 Uhr. Danach zog ich mit Sack und Pack wieder auf die Suche, nach einem anderen Hotel. Diesmal, so hoffte ich, ein wenig sauberer.

Mehr zu meinen ersten Tagen in Thailand

Es gab so viele unglaubliche Dinge zu sehen in Bangkok. Wie ich ja schon geschrieben habe, war ich die meiste Zeit mit Richard aus England unterwegs, was für mich sehr angenehm war, da er super nett, entspannt, unaufdringlich ist. Ich bin wirklich ein wenig traurig, dass wir uns jetzt getrennt haben, da er nur 3 Wochen in Thailand ist und morgen Richtung Inseln reist, ich jedoch lieber erstmal in den Norden wollte, aus Angst, danach nicht mehr in den Süden zu wollen.
Mit ihm habe ich auch abgesehen von ein paar Stunden die gesamte Zeit verbracht, wir haben zusammen eine Longboattour gemacht, auf der wir so viel von Bangkok gesehen haben, das einem den Atem geraubt hat. Wir haben die Häuser der ärmsten Armen gesehen und andere, die wirklich reichen Menschen gehören müssen. Wunderschön, teilweise nur auf stelzen im Wasser stehend, was leider bei so manchen sehr fatal, halb versunken in den Fluten des Flusses endete.... Andere waren sehr modern, mit dem Garten grenzend an den fluss, eine absolut wunderschöne Traumlage mitten in der riesigen, geschäftigen, immer lauten Großstadt, vermutlich eine ruhige Oase, Zuflucht vor dem Stress für die Bewohner. Beneidenswert...
Anschließend, als wir von der Anlegestelle am Palast weiter nach chinatown laufen wollten (das mit den Entfernungen auf der Karte müssen wir wohl nochmal üben.... Das hätte Stunden gedauert) mussten wir zuerst durch haufenweis Kitsch- und Kramständen laufen, es ist unglaublich, was dort verkauft wird. Das ist wie ein Flohmarkt nur viel größer, mit mehr essensständen und mehr Ständen mit neuwertigem, billigem Kitsch. Es gab Stände, an denen man nur gebrauchte Schuhe und Jeans sah. Und andere, an denen man gebrauchte Haushaltsgegenstände in äußerst zweifelhaftem Zustand kaufen konnte. Und an einem stand, der frische Früchte verkaufte, lag im Schatten eines Baumes, in einer hängematte (die hier ja nur aus Netzen bestehen) ein Baby zum Mittagsschlaf. Einfach so, in der unglaublichen Hitze, bei all dem Lärm, von den Eltern in der hängematte gewogen... Das war ein unglaubliches Bild. Ich ärgere mich so sehr darüber, dass ich in meiner Kamera ausgerechnet den kaputten Akku hatte, der nach 5 Minuten leer ist und ich somit kein Foto machen konnte :(

Gestern Nacht fuhr ich dann weiter nach Chiang Mai. Die Fahrt war unerwartet bequem, in einem zwar sehr alten Bus, doch waren wir nur zu 9. und somit hatte jeder eine gesamte sitzreihe für sich. Außerdem waren die Sitze sehr weit zurücklehnbar und man hatte einen unvorstellbar großen Fußraum. Somit schlief ich schon in Bangkok ein, der Schlaf war zwar häufig unterbrochen, aber ehrlich gesagt habe ich mich gefreut, ab und an was von der Landschaft zu sehen (so man bei der Dunkelheit was erkennen konnte). An zwei Stellen habe ich direkt neben der Fahrbahn Kleine Flächenbrände gesehen, nicht größer als unser Vorgarten aber doch beängstigend, da an der ersten stelle auf einer großen Fläche mehrere dieser Brände auf eine große Wiese verteilt waren... Ein Polizeiauto stand vor dieser Wiese, ob und was sie dort gemacht haben weiß ich nicht. Wie die Brände zustande kamen auch nicht. Die Autofahrer (und auch unser Busfahrer) schienen äußerst unbeeindruckt davon. Also: was das genau war? Keine Ahnung!
In Chiang Mai angekommen (gegen halb 7) wurden wir von einem sammeltaxi abgeholt, unsere Rucksäcke wurden auf dessen Dach geworfen und wir wurden zu einem guesthouse gebracht, in dem Zimmer frei waren. Aber als ich die Räume dort sah, war mir sehr schnell klar, dass ich HIER nicht bleiben wurde: total ungemütliche, dreckige Räume, die Betten sahen äußerst instabil aus und ob da jemals geputzt wird ist meines Erachtens nach fragwürdig.
Also machte ich mich mit meinem Gepäck auf dem Rücken auf die Suche nach einem der Unterkünfte, die in meinem Reiseführer empfohlen wurden. Da ich nach einigem herumirren immer noch nicht den Eindruck hatte, irgendwo jemals ein Straßenschild zu finden, nahm ich mir ein tucktuck, und lies mich zu dem hostel fahren. Zu meiner Enttäuschung war es noch geschlossen und als es nach einigem warten geöffnet wurde die Enttäuschung: keine Räume mehr frei. Also machte ich mich auf den Weg, ein anderes Hotel, was im Reiseführer aufgeführt war, zu suchen, das in der selben Straße lag. Während ich, mit dem Buch in der Hand vor mich hin wanderte, hielt ein vielleicht marrokanisch aussehender Mann auf einem Fahrrad neben mir und fragte mich auf englisch, ob ich eine Herberge suche. Ich bejahte, sagte jedoch gleich, ich würde mir die aus dem Führer ansehen wollen und fragte, ob er eine andere, gute kenne. Denn hier in Thailand lebt man, sogar schon nach den Erfahrungen nur zweier Tage, mit der ständigen Skepsis hilfsbereiten Menschen gegebenüber. Die sind zwar immer äußerst nett und nehmen sich viel Zeit, dir Dinge zu erklären, jedoch meistens nur, weil sie dafür bezahlt werden, Touristen anzulocken.
Jedoch antwortete dieser, dass das guesthouse echt schön sei, in dem er gerade wohne und bat an, zu fragen, ob dort wohl noch Platz für mich wäre, handelte den Preis pro Nacht noch um 50 baht runter und begleitete mich dorthin. Unterwegs stellte sich heraus dass er in Berlin lebt und somit war das gestammel auf englisch beendet und wir unterhielten uns lebhaft auf deutsch - schon wieder sehr seltsam, deutsch zu reden, nachdem ich das in den letzten Tagen nicht einmal gemacht hatte.
Er bot mir an, mein Gepäck auf seinem Zimmer abzustellen, während ich wartete, dass die Zimmer um zwölf eincheck bereit waren, sagte er würde zum frühstücken und schreiben (er ist Schriftsteller und schreibt seit 7 Jahren an einem Roman, der in den nächsten 3 Monaten fertig werden muss) in ein Cafe gehen, ich könne duschen, schlafen, mitkommen, wie auch immer mir beliebe. Oder auch weiterziehen und schauen, ob ich etwas anderes fände, dass mir mehr zusage.
Nachdem er gegangen war, fing ich wieder an, nach schönen Unterkünften zu suchen. Denn als ich das Bad sah, war ich etwas abgeschreckt: winzig, mit dusche über der Toilette. Nicht so mein Fall.
Also machte ich mich auf, ein Anlage zu suchen, auf der mehrere Bungalows vermietet werden, sogar mit einem dazugehörigen Pool, anscheinend "die bagbacker absteige schlechthin". Leider natürlich voll belegt. So ein Mist. Also lief ich die Straße nochmal ein Stück zurück, und sah dort einen wunderschönen Hof, der wohl auch zu einem guesthouse gehörte. Nicht lange gefackelt, fragte ich nach einem Zimmer und Preisen, sah mir die gemütlich eingerichteten, aber sehr schlichten Zimmer an, und beschloss, hier zu bleiben. Um ehrlich zu sein ist es nicht die schönste Unterkunft, noch dazu nachdem ich mit dem ersten hostel so verwöhnt wurde, aber es kommt weder ekel auf, wenn ich Barfuß rumlaufe, noch stört es mich, in meinem Hüttenschlafsack zu schlafen.
Insofern bin ich sehr zufrieden. Das waschbecken ist zwar leider ein bisschen eklig, aber das ist nicht weiter schlimm, die Wäsche habe ich dann halt in meinen Händen unter der dusche gewaschen und zum zähneputzen nehme ich sowieso das Wasser aus der Flasche.
nachdem ich mir den Reiseführer noch einmal näher angeschaut hatte, und feststellte, dass Chiang Mai an sich nicht so spannend ist, sondern eher die Umgebung, machte ich mich trotzdem auf den Weg, ein wenig herum zu wandern, den Fotoapparat in der Hand und besichtigte einige Tempel. Man muss dazu sagen, dass sich in Thailand wohl fast alle Tempel ein wenig gleichen, doch einer war wundervoll, scheinbar in der Obhut von Mönchen, die ihr "Wohnheim" praktisch daneben stehen hatten. Noch dazu schien die Sonne prall und heiß, wodurch bestimmt einige, wirklich schöne Fotos enstanden sind.
Anschließend, nachdem ich grauenvoll schwitzend auf einmal von der Müdigkeit übermannt wurde, machte ich mich auf den Heimweg, auf dem ich einige Jungen beim baden im Fluss beobachtete. Leider habe ich mich nicht getraut, auch davon ein Foto zu machen, denn hier gilt das als unhöflich und ich habe mich auch nicht getraut, sie zu fragen, ob ich ein Foto machen dürfe. Daran muss ich wohl noch arbeiten!
Auf dem Weg lief ich an einem kleinen Restaurant vorbei, das sehr günstig Frühstück anbot und ich dachte mir im Vorbeigehen, dass ich mir das für morgen früh merken solle. Also drehte ich mich noch einmal um, um mir die Karte anzusehen und mein Blick fiel auf das Mittagsangebot. Also setzte ich mich kurzentschlossen und bestellte ein gelbes Hühnchencurry, Reis und eine Cola. Unbeschreiblich lecker. Nur eine Sache ist mir nun mehrmals aufgefallen und ich finde sehr lustig: Cola und sprite (wie vermutlich auch die anderen softdrinks) schmecken hier total anders.
Halt Stop, eine Sache habe ich vergessen: nachdem ich in diesem wunderschönen Tempel war, ging ich in einen angrenzenden 7/11 (eine Supermarktkette in Thailand, die man an praktisch jeder Straßenecke findet) und holte mir eine Erdbeerfanta. Einfach so, aus Neugierde. Hätte ich mal lieber gelassen, total ekliges pappsüßes Gesöff, aber eine Erfahrung war es wert. Was ich an diesen Läden faszinierend finde ist, dass die dort Getränkspender haben, also nimmst du dir einen Becher, füllst ihn mit dem Getränk deiner Wahl und zahlst dann am Ende ca 37 Cent für einen halben oder dreiviertel Liter Softdrink. Sowas wäre in Deutschland unvorstellbar.
Also, zurück zur Geschichte, ich lief also wieder zurück zum Hotel, mit dem Vornehmen, ein wenig die Basics der Sprache zu lernen und legte mich, dort angekommen auf mein Bett, wo ich 5 Minuten später auch schon eingeschlafen war und schlief für 3 Stunden. Klar irgendwo schade, den Tag so verstreichen zu lassen. Aber ehrlich gesagt tut es mir so gut, gerade einfach mal alleine und für mich zu sein, dass ich hier wohl jetzt bis morgen bleiben werde, und die Ruhe und Erholung nach dem lauten, immer unruhigen Bangkok, genießen werde, bevor morgen die 5 Engländer, die ich in Bangkok kennengelernt habe, ankommen werden, und hier wieder Tohuwabohu herrschen wird.

Außerdem habe ich den Plan, morgen den doi-inthanon Nationalpark zu besuchen und ich vermute, dass ich dazu all meine Energie gut brauchen können werde.

Freitag, 22. Februar 2013

Bangkok

Nach 3-Stuendiger Zugfahrt, ewigem Warten im Flughafen, viel Aufgeregtsein, laaaaaaaaaaaangem, schlaflosem Flug nach Dubai (mit netter Reisebegleitung des Franzosen Joel - klar, ausgerechnet ich sass neben einem Franzosen...), nochmal viiiiiiiiiiiel Warten, noch laengerem und diesmal leider sehr schlafreichem Flug nach Bangkok war ich endlich endlich angekommen. Was fuer ein Glueck.

Und dann der Schock: mein Rucksack kam nicht. Ich dachte ich muesste gleich weinen. Und dann war da auch noch dieser komische Araber, den ich auf dem zweiten Flug kennengelernt hatte, der sich wohl in den Kopf gesetzt hatte, sich zu meinem persoenlichen Reisebegleiter zu machen und der nun einfach nicht von meiner Seite weichen wollte, mich zu sich nach Dubai einlud und unbedingt wollte, dass ich mit ihm ins Hotel komme....
Nach etwa einer halben Stunde warten am Gepaeckband und 5 maligem Fragen bei einer sehr inkompetenten Flughafenangestellten kam mir endlich endlich ein Sicherheitsmann zu Hilfe, der mein Suchen bemerkt hatte und erklaerte mir, dass die Wanderrucksaecke schon auf der anderen Seite des Gepaeckbandes abgelegt worden waren. Was fuer ein Glueck. 2 Minuten spaeter war ich wieder glueckliche Besitzerin meines eigenen Backpacks und lies mich von erwaehntem Araber zu einem Taxi geleiten. Dort verabschiedete er sich (endlich), nachdem er mir seine Handynummer anvertraut hatte. Na gut, ich gebe es zu. Ganz nett war er. Hilfreich auch. Aber irgendwie machte mir diese Offenheit seiner Seite doch ein wenig Angst. Sind die nicht eigentlich alle gegen unverschleierte Frauen? Und einer wildfremden, unverschleierten Frau dann auch gleich eine Safari anzubieten, wenn sie dich mal besuchen kommt, das war mir schon auch reichlich suspekt.

Weiter gings dann am Taxistand, wo ich zwei nette Studentinnen traf, die ausgerechnet in Bamberg studieren. Also fast ein Stueck Heimat. Ausserdem wohnten sie wohl beide in einem Hostel, dass wir in dem Moment fuer in der selben Strasse hielten, weswegen wir beschlossen, uns ein Taxi zu teilen. Super Idee, nur dass es nicht ganz die gleiche Strasse war und mir fast das Herz stehen blieb, als wir vor ihrem Hostel angekommen waren. In Deutschland waere diese Gegend das tiefste Ghetto und dort zu wohnen, das haette mir dann doch irgendwie Angst gemacht. Doch nach kurzer Besprechung mit dem Taxifahrer war klar: Ich war hier noch nicht ganz angekommen...
Nach ca 5 minuetiger Weiterfahrt war ich endlich angekommen und - ich halte es echt fuer ein Wunder - das Hostel sah in Wirklichkeit ganz genau so aus, wie auf den Bildern... (Also Freunde: Schleichwerbung: solltet ihr jemals nach Bangkok kommen, geht ins 3Howw Hostel. Super Lage, ca 5 Minuten von der Khao San Road, immer nette Menschen(dazu komme ich noch), super sauber und echt stylisch. Ich werde versuchen, hier auch auf der Rueck- bzw auf Durchreisen ein Bett zu bekommen...)
Ich bin so begeistert.
Kaum war ich auf meinem Zimmer angekommen und wollte anfangen, meine Sachen ein bisschen zu sortieren, um sicherzugehen, was in den Spint sollte und was nicht, setzte sich mir auch schon ein Chinese (Tony) gegenueber und sprach mich an wo ich denn her komme und was ich jetzt hier wie lange mache. 2 Minuten spaeter setzte sich ein Englaender dazu - Richard. Die beschlossen gemeinsam, zu einer Thaimassage  zu gehen(naja, Richard, das Weichei wollte nur eine Kopfmassage -  die Thaimassage habe ihm zu sehr weh getan) und fragten, ob ich nicht mitkommen wolle. Nicht lange ueberlegt sagte ich natuerlich sofort ja. Erstens: wer will sich nicht gerne massieren lassen und zweitens, die erste Chance neue Freunde zu finden und nette Leute kennen zu lernen.
Also zogen wir los, suchten uns ein Oertchen raus, an dem viele asiatisch aussehnede Menschen sassen und sich massieren liesen und liesen uns dort von drei Masseurinnen nach oben, in ein ruhiges Zimmer mit 3 Matrazen fuehren. Dort wurden wir eine Stunde massiert - fuer 6 Euro umgerechnet... Der Hammer!

Anschliessend gingen wir was Essen und trinken (ThaiBier ist ja sooooo lecker), ein bisschen rumschlendern, Menschen beobachten, Cocktail trinken und Shisha rauchen. Dabei wurden sogar unsere Gespraechsthemen immer intimer, wundervolle Diskussionen wurden gefuehrt, lustige Anekdoten erzaehlt und wir lernten uns wirklich nicht schlecht kennen. Ich haette nie gedacht, dass es so schnell geht, vor allem Menschen zu treffen, mit denen man gleich so auf einer Wellenlaenge ist.
Heute frueh musste Tony leider schon wieder abreisen - die Arbeit in China rief. Also beschlossen Richard und ich, zu zweit eine Bootstour zu machen und danach nach Chinatown zu gehen. Ersteres war unglaublich schoen, wir haben so viele, neue Dinge gesehen, eindruecke gesammelt, die schoensten und die traurigsten Teile Bangkoks gesehen, viel gestaunt.
An einer Stelle wurden Fische mit Brot gefuettert, wir sahen hunderte und aberhunderte von riesengrossen, wunderschoenen Fischen, die an der Oberflaeche schwammen und versuchten, nach dem Brot zu schnappen. Wir sahen Haeuser von sehr reichen Menschen, wir sahen Haeuser von sehr armen Menschen, Haeuser, die halb im Fluss versunken waren... Bestimmt 10 Tempel, die alle irgendwie gleich aussahen.
Es war ein tolles Erlebnis.
Von der Anlegestelle aus ging es gleich weiter mit dem Tucktuck.
Dann Chinatown: vollgestopft von Laeden und Staenden, mit kitschigen Sachen, die kein Mensch braucht, hingegen anscheinend hunderte von Menschen kauft.... Und die Suche nach einem Restaurant war fast ein Ding der Unmoeglichkeit. Also kauften wir uns an einem Strassenstand erstmal Fruechte (er Wassermelone, ich Mango) und genossen dies, im rastlosen Getuemmel Chinatowns. Doch auch das stillte unseren Hunger nicht wirklich, deswegen fingen wir an, in den zahllosen Goldlaeden nach Restaurants zu fragen. Und endlich, endlich fanden wir eins. Sogar ein gutes und wirklich guenstiges.
Essen fuer 60 Baht - knapp ueber einen Euro. Ein komischer Eistee mit Milch (ekelhaft suess).
Und dann wieder mit dem Tucktuck zurueck zum Hostel.
Dann kurz einen Abstecher in die KhaoSan Road, um meine Weiterreise morgen zu buchen. Also, mit den guten Tips meiner Freunde und Familie, ging ich in das erste Reisebuero: Chiang Mai - 600 Baht...
Klingt wenig (ca 20 Euro), aber davon soll ich mich ja nicht taeuschen lassen. Also ging es ins naechste Reisebuero. Auch 600. Also versuchte ich dort, zu sagen : Da habe ichs aber grade fuer 500 bekommen, klappte aber nicht. Also suchte ich weiter. Mal mehr, mal 600, runter wollte keiner mit dem Preis gehen. Also nahm ich letztendlich das Angebot, mit dem Bus morgen ueber Nacht zu fahren. Wenigstens spare ich mir dann das Gerenne und Gesuche nach einem Hotelzimmer am Abend und das Geld fuer eine Nacht im Hostel...
Und dann geht es also morgen nach Chiang Mai.

Mittwoch, 20. Februar 2013

Vor dem Antritt der Reise

Nachdem die Nacht auf 5 Stunden für mich beschränkt war (wohlgemerkt OHNE Wecker), geht es mir heute seltsamer Weise deutlich besser als gestern... Kaum Aufregung, alles ist fertig, eigentlich kanns los gehen.

Ich freue mich riesig! Das wird bestimmt spitze.

Bis ganz bald, meine lieben Freunde, meine tolle Familie! Ich hab euch lieb!

Keine 20 Stunden...

... dann geht es schon los.
Verrückt.
Das sag ich mir jetzt schon seit Sonntag früh. Denn seit Sonntag früh ist mir speiübel. Was habe ich mir denn nur dabei gedacht?? Ganz alleine, ohne eine Menschenseele, die ich kenne, für 2 Monate nach Thailand? Sag mal, hab ich noch alle Tassen im Schrank?
Thailand ist nicht mal eben so um die Ecke. Das ist über 12.000 km von zu Hause entfernt. Da kann man nicht mal eben schnell heim, oder jemanden zu sich holen. Da bin ich dann tatsächlich ganz auf mich alleine gestellt.
Und dann diese andere Angst, etwas zu vergessen. Irgendwas richtig, unglaublich, absolut und ganz und gar Unverzichtbares, wahnsinnig wichtiges.

Und dann kommt noch dieses Gefühl dazu, grade erst wieder nach Hause gekommen zu sein. Eigentlich habe ich grade gar keine Lust, jetzt schon wieder von hier zu verschwinden. Meine ganzen, wunderbaren neuen und alten Freunde für 2 Monate nicht zu sehen. Und meine tolle Familie. Ihr werdet mir alle so sehr fehlen!

Abgesehen davon laufen die Planungen der Reise absolut spitze.
Der Rucksack ist gepackt, es fehlen nur noch ein paar Geräte, deren Akkus aufgeladen werden müssen, dann ab damit in die Handtasche und es kann losgehen, auf die große, weite, lange Reise.
Und was für ein Glück habe ich auch noch, zwei so wunderbare Freundinnen zu haben, wie Rieke und Babsi? Die eine holt mich von zu Hause ab und bringt mich zum Bahnhof, die andere holt mich vom Bahnhof ab und begleitet mich zum Flughafen. Damit ich dann in die weite Welt fliegen kann...

Ja bin ich denn total verrückt?

Mittwoch, 6. Februar 2013

Die Planung

Planen kann man für jede Reise viel.
Angefangen vom Flug, über die Beschaffung von Papieren, Kreditkarten, Impfungen, Reiseapotheken, Reiseausrüstung, bis hin zum tatsächlichen Packen habe ich das auch alles inzwischen gemacht. Na gut, das stimmt so noch nicht ganz. Ich habe die Reiseapotheke auf keinen Fall beisammen. Aber Gedanken habe ich mir darüber schon gemacht.
Ansonsten ist eigentlich fast alles soweit fertig....

Allerdings könnte ich ebenso gut Reiserouten und Aufenthalte irgendwo planen, Hotels oder Hostels buchen, Flüge, Zug- und Busfahrten, Kurse, Massagen, Elefantenreiten, Nationalparksbesuche und so weiter und so fort.

Das Erste, was ich gemacht habe, als ich die Idee hatte (bzw, jemand anderes mir die Idee schmackhaft gemacht hatte), war, mir einen Reiseführer für Süd-Ost-Asien zu kaufen.
Und ich bin ehrlich, ich habe vermutlich die nächsten 24 Stunden damit zugebracht, diesen zu lesen, nach bestimmten Sachen im Internet zu suchen, Zeitpläne aufzustellen und mir Reiserouten zu überlegen.
Nach 24 Stunden hätte es meinen Geschmacks nach schon losgehen können.

Damit kam auch das Erste, was ich für meine Reise gelernt habe: Planen kannst du viel, Ideen sammeln ist das Beste und Spannendste, was du für eine Reise machen kannst. Aber sobald ich in Bangkok ankomme, werde ich mir das Alles sowieso gleich nochmal anders überlegen.
Es gibt so viele Orte, die ich gerne sehen möchte, so viele Sachen, die ich gerne ausprobieren möchte. Und ich werde mit hoher Wahrscheinlichkeit auch einige viele von ihnen besuchen und erkunden.

Doch meine liebste Tina sagte zu mir, als ich Bedenken darüber äußerte, ganz ganz ganz alleine in das große Thailand zu reisen: "Mach dir keine Sorgen, dorthin zu reisen ist, wie ganz viele gute Freunde besuchen zu gehen, die du nur noch nicht kennst! Ich gebe dir eine Stunde, bis du neue Leute kennengelernt hast!"
Außerdem sagte sie mir, dass ich bloß nicht zu viel planen solle, denn Ideen zu haben ist zwar gut, doch ich werde mich sicher irgendwelchen Menschen anschließen, die irgendwo anders hin unterwegs sein werden, einfach weil es so toll klingt, was sie berichten. Oder weil ich so viel Spaß mit ihnen habe.
Und einen weiteren Tipp bekam ich von einer sehr lieben, erfahrenen Thailandreisenden: Frag den erstbesten Menschen auf der Straße woher er grade kommt und wie es dort ist. Und wenn mir das dann gefällt gehe ich ins nächste Reisebüro, und buche eine Reise dorthin.
Ok. Wow. Das klingt nach Abenteuer. Und genau das will und suche ich.

Ich bin mir sehr sicher, dass diese zwei Monate die Besten meines bisherigen Lebens werden. Oder zumindest sehr weit oben auf der Liste, der besten Momente meines Lebens stehen werden.

Die Entstehung der Idee

Eigentlich war der Plan, bis August mal wieder einige Zeit in Deutschland zu verbringen, mit meiner Familie, meinen Freunden von hier, ein bisschen arbeiten, ein oder zwei Praktika zu machen....
Doch wie das so ist im Leben, lief das alles nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Die Freunde sind fast alle über ganz Deutschland verteilt, das mit dem Praktikum wird bis Mai irgendwie auch nichts, und ein bis zweimal in der Woche in einer Bar zu arbeiten, füllt die restliche Zeit in meiner Woche auch irgendwie nicht ausreichend.
Wenn ich ehrlich bin, sind all das gute Gründ dafür, mich noch einmal in die Welt auf zu machen, bevor es hier für mich wirklich los geht. Aber "DER GRUND", aus dem ich mich tatsächlich, und sehr spontan, dafür entschieden habe, ist ein anderer. DER GRUND ist, dass ich ein gebrochenes Herz habe. Und ich es dadurch heilen möchte, und mir durch diese Reise beweisen möchte, dass mein Leben, mit 20 jungen Jahren, eigentlich ziemlich übertrieben toll sein kann. Wenn ich dem Schicksal nur nicht die Chance gebe, mich fertig zu machen, sondern das einfach in meine eigenen Hände nehme.