Freitag, 22. Februar 2013

Bangkok

Nach 3-Stuendiger Zugfahrt, ewigem Warten im Flughafen, viel Aufgeregtsein, laaaaaaaaaaaangem, schlaflosem Flug nach Dubai (mit netter Reisebegleitung des Franzosen Joel - klar, ausgerechnet ich sass neben einem Franzosen...), nochmal viiiiiiiiiiiel Warten, noch laengerem und diesmal leider sehr schlafreichem Flug nach Bangkok war ich endlich endlich angekommen. Was fuer ein Glueck.

Und dann der Schock: mein Rucksack kam nicht. Ich dachte ich muesste gleich weinen. Und dann war da auch noch dieser komische Araber, den ich auf dem zweiten Flug kennengelernt hatte, der sich wohl in den Kopf gesetzt hatte, sich zu meinem persoenlichen Reisebegleiter zu machen und der nun einfach nicht von meiner Seite weichen wollte, mich zu sich nach Dubai einlud und unbedingt wollte, dass ich mit ihm ins Hotel komme....
Nach etwa einer halben Stunde warten am Gepaeckband und 5 maligem Fragen bei einer sehr inkompetenten Flughafenangestellten kam mir endlich endlich ein Sicherheitsmann zu Hilfe, der mein Suchen bemerkt hatte und erklaerte mir, dass die Wanderrucksaecke schon auf der anderen Seite des Gepaeckbandes abgelegt worden waren. Was fuer ein Glueck. 2 Minuten spaeter war ich wieder glueckliche Besitzerin meines eigenen Backpacks und lies mich von erwaehntem Araber zu einem Taxi geleiten. Dort verabschiedete er sich (endlich), nachdem er mir seine Handynummer anvertraut hatte. Na gut, ich gebe es zu. Ganz nett war er. Hilfreich auch. Aber irgendwie machte mir diese Offenheit seiner Seite doch ein wenig Angst. Sind die nicht eigentlich alle gegen unverschleierte Frauen? Und einer wildfremden, unverschleierten Frau dann auch gleich eine Safari anzubieten, wenn sie dich mal besuchen kommt, das war mir schon auch reichlich suspekt.

Weiter gings dann am Taxistand, wo ich zwei nette Studentinnen traf, die ausgerechnet in Bamberg studieren. Also fast ein Stueck Heimat. Ausserdem wohnten sie wohl beide in einem Hostel, dass wir in dem Moment fuer in der selben Strasse hielten, weswegen wir beschlossen, uns ein Taxi zu teilen. Super Idee, nur dass es nicht ganz die gleiche Strasse war und mir fast das Herz stehen blieb, als wir vor ihrem Hostel angekommen waren. In Deutschland waere diese Gegend das tiefste Ghetto und dort zu wohnen, das haette mir dann doch irgendwie Angst gemacht. Doch nach kurzer Besprechung mit dem Taxifahrer war klar: Ich war hier noch nicht ganz angekommen...
Nach ca 5 minuetiger Weiterfahrt war ich endlich angekommen und - ich halte es echt fuer ein Wunder - das Hostel sah in Wirklichkeit ganz genau so aus, wie auf den Bildern... (Also Freunde: Schleichwerbung: solltet ihr jemals nach Bangkok kommen, geht ins 3Howw Hostel. Super Lage, ca 5 Minuten von der Khao San Road, immer nette Menschen(dazu komme ich noch), super sauber und echt stylisch. Ich werde versuchen, hier auch auf der Rueck- bzw auf Durchreisen ein Bett zu bekommen...)
Ich bin so begeistert.
Kaum war ich auf meinem Zimmer angekommen und wollte anfangen, meine Sachen ein bisschen zu sortieren, um sicherzugehen, was in den Spint sollte und was nicht, setzte sich mir auch schon ein Chinese (Tony) gegenueber und sprach mich an wo ich denn her komme und was ich jetzt hier wie lange mache. 2 Minuten spaeter setzte sich ein Englaender dazu - Richard. Die beschlossen gemeinsam, zu einer Thaimassage  zu gehen(naja, Richard, das Weichei wollte nur eine Kopfmassage -  die Thaimassage habe ihm zu sehr weh getan) und fragten, ob ich nicht mitkommen wolle. Nicht lange ueberlegt sagte ich natuerlich sofort ja. Erstens: wer will sich nicht gerne massieren lassen und zweitens, die erste Chance neue Freunde zu finden und nette Leute kennen zu lernen.
Also zogen wir los, suchten uns ein Oertchen raus, an dem viele asiatisch aussehnede Menschen sassen und sich massieren liesen und liesen uns dort von drei Masseurinnen nach oben, in ein ruhiges Zimmer mit 3 Matrazen fuehren. Dort wurden wir eine Stunde massiert - fuer 6 Euro umgerechnet... Der Hammer!

Anschliessend gingen wir was Essen und trinken (ThaiBier ist ja sooooo lecker), ein bisschen rumschlendern, Menschen beobachten, Cocktail trinken und Shisha rauchen. Dabei wurden sogar unsere Gespraechsthemen immer intimer, wundervolle Diskussionen wurden gefuehrt, lustige Anekdoten erzaehlt und wir lernten uns wirklich nicht schlecht kennen. Ich haette nie gedacht, dass es so schnell geht, vor allem Menschen zu treffen, mit denen man gleich so auf einer Wellenlaenge ist.
Heute frueh musste Tony leider schon wieder abreisen - die Arbeit in China rief. Also beschlossen Richard und ich, zu zweit eine Bootstour zu machen und danach nach Chinatown zu gehen. Ersteres war unglaublich schoen, wir haben so viele, neue Dinge gesehen, eindruecke gesammelt, die schoensten und die traurigsten Teile Bangkoks gesehen, viel gestaunt.
An einer Stelle wurden Fische mit Brot gefuettert, wir sahen hunderte und aberhunderte von riesengrossen, wunderschoenen Fischen, die an der Oberflaeche schwammen und versuchten, nach dem Brot zu schnappen. Wir sahen Haeuser von sehr reichen Menschen, wir sahen Haeuser von sehr armen Menschen, Haeuser, die halb im Fluss versunken waren... Bestimmt 10 Tempel, die alle irgendwie gleich aussahen.
Es war ein tolles Erlebnis.
Von der Anlegestelle aus ging es gleich weiter mit dem Tucktuck.
Dann Chinatown: vollgestopft von Laeden und Staenden, mit kitschigen Sachen, die kein Mensch braucht, hingegen anscheinend hunderte von Menschen kauft.... Und die Suche nach einem Restaurant war fast ein Ding der Unmoeglichkeit. Also kauften wir uns an einem Strassenstand erstmal Fruechte (er Wassermelone, ich Mango) und genossen dies, im rastlosen Getuemmel Chinatowns. Doch auch das stillte unseren Hunger nicht wirklich, deswegen fingen wir an, in den zahllosen Goldlaeden nach Restaurants zu fragen. Und endlich, endlich fanden wir eins. Sogar ein gutes und wirklich guenstiges.
Essen fuer 60 Baht - knapp ueber einen Euro. Ein komischer Eistee mit Milch (ekelhaft suess).
Und dann wieder mit dem Tucktuck zurueck zum Hostel.
Dann kurz einen Abstecher in die KhaoSan Road, um meine Weiterreise morgen zu buchen. Also, mit den guten Tips meiner Freunde und Familie, ging ich in das erste Reisebuero: Chiang Mai - 600 Baht...
Klingt wenig (ca 20 Euro), aber davon soll ich mich ja nicht taeuschen lassen. Also ging es ins naechste Reisebuero. Auch 600. Also versuchte ich dort, zu sagen : Da habe ichs aber grade fuer 500 bekommen, klappte aber nicht. Also suchte ich weiter. Mal mehr, mal 600, runter wollte keiner mit dem Preis gehen. Also nahm ich letztendlich das Angebot, mit dem Bus morgen ueber Nacht zu fahren. Wenigstens spare ich mir dann das Gerenne und Gesuche nach einem Hotelzimmer am Abend und das Geld fuer eine Nacht im Hostel...
Und dann geht es also morgen nach Chiang Mai.

1 Kommentar:

Letztes Kleines Einhorn hat gesagt…

Hannah die verrueckte Henne!! Hab es jetzt erst geschafft dein neues Zigeunerleben ein wenig auszuspionieren ;)
Ich liiiiieeeuuuuooobe deine Schreibweise, hast du ein Glueck weil so werd ich auch noch mit Vergnuegen deine weiteren Eintraege lesen =)
Deine ersten Tage hoeren sich genau richtig fuer dein angekratztes Herzchen an: Ein wilder Flug, eine verplante Ankunft und ein sofortiges Eintauchen in die bunte Welt der Bangkokesen inklusive dem Kennenlernen von vielen lieben neuen Menschen... und MANGO! Nie falsch
Bin gespannt was du noch so spannendes zu erzaehlen hast!!
Pass auf dich auf kleine Weinbergschnecke!!
Ich drueck dich xoxo